Putzfrauen und Prostituierte, soziale Ablehnung in Beruf und Gesellschaft……warum ?

Putzfrauen und Prostituierte sind die ältesten Berufe, darüber sollte sich jede/r klar sein. Wer hier eine soziale Ablehnung betreibt, hat keine kognitiven Fähigkeiten im Umgang mit Menschen, die nicht so viel Glück haben und hatten im Leben. Dachte ich und da habe ich mich geirrt.

Denn im Gegensatz zu den „ehrlichen und rechtschaffenen Berufen“, Handwerker, Techniker, Arbeiter und Angestellte, im Bank- und Versicherungsgewerbe u.s.w. fängt es schon mit der Anerkennung dieser beiden Berufsgruppen an. Fehlanzeige auf weiter Linie. Wer schon mal auf dem Arbeitsamt seinen Beruf / Berufswunsch angibt, wird sofort in eine Schublade gesteckt. Eine Verkausulierung, die mit Reinigungskraft, Haushaltshilfe von nun an beschrieben und mehr als Tätigkeit abgetan wird und nichts mit Gebäudereiniger zu tun hat. Bei den Prostituierten ( aus dem lateinischem prostituere „nach vorn / zur Schau stellen, preisgeben“ entliehen ) sollte keiner von uns den Fehler machen und es mit dem Schausteller verwechseln, der als freischaffender selbstständiger Beruf anerkannt ist. Eine Ablehnung vom Staate und der Gesellschaft. Wo bleibt das soziale, das gemeinsame? Warum können diese beiden Tätigkeiten nicht öffentlich gleich gestellt werden und als Beruf gelten ?….Weil keine Befürworter da sind, die für diese Gruppe/n eintreten.

Diese soziale Scheinheiligkeit kommt bei den besser gestellten Berufsgruppen immer so rüber, als wenn es Berufspoltisch nicht so ausgedrückt wird. Natürlich möchten diese Berufsgruppenlobbyisten eines jedes Landes, daß es jedem Bürger gut geht. Jeder soll sein Glück finden und im Leben durch Arbeit seinen Wohlstand verdienen und leben wie ein König. Vielleicht schafft man es in diesem Beruf nicht zur Reichtümern und Diamanten, aber wir stehen hinter Euch…………….was eine klare Aussage.

Wenn das so ist, möchte ich nun Danke sagen, dann ist ja alles klar geregelt. Von wegen, hier fängt es doch erst an. Wie sieht es den mit der Krankenversicherung und später mit der Rente aus?

Hier sind wir nun an eine Stelle gekommen, die man getrost als Grauzone bezeichnen kann. Allgemeine, gesetzliche Krankenkassen bieten nicht die Pakete, die mit einem normal „Berufler“ abgeschlossen werden. Bei den Rentenbeiträgen werden, wenn überhaupt, nur Pflichtbeiträge abgeführt. Es klafft ein Delta zwischen ausreichend und gut versorgt. Viele Putzfrauen und Prostituierte sind bei einem anderen mitversichert. Hier ist jede/r gut beraten, wenn er/sie sich selbst versichern, sprich privat vorsorgt. Über die Kosten brauchen wir nicht zu sprechen, da es praktisch nicht machbar ist.

Wie sieht es mit der Steuer aus? Hier hören die Finanzämter doch nur ein Klingen des Geldes in Ihre Kassen, da mittels Lohnsteuer Karte eingetrieben wird. Der Nachweis, wie viel verdient wurde und wird, muß jeder selbst erbringen. Nun ist das bei Putzfrauen und Prostituierten schwer, wer kann seine gemachten Stunden immer genau belegen. Es führt nicht jeder Arbeitgeber ( ja Ihr habt richtig gelesen, in dem Moment der Beschäftigung von Putzfrauen und Prostituierten tritt dieser Fall ein, sonst ist es Schwarzarbeit) der einen Service oder eine Dienstleistung in dieser Sparte annimmt, auch alle prozentualen Beiträge ab. Stellt gar eine Quittung aus, die dann dem Finanzamt, Rentenstelle zu geführt werden kann. Es gibt kein Land im Moment, daß dieses dunkle Thema aufgreift und es zufrieden stellend regelt. Dies ist doch eine Form von öffentlicher Ächtung oder ?

Zum Schluß, bei dieser Recherche habe ich gemerkt, wer sich, gewollt oder ungewollt, als Putzfrau oder Prostituiere, für diesen Weg entscheidet, hat meinen Respekt verdient. Es gibt den Weltfrauentag, höchste Zeit den Internationalen Tag der Putzfrauen und der Prostituierten öffentlich zu ehren und in jedem Kalender fest zuschreiben.

„Es ist ein so schönes Geräusch des Geldes,wenn alle Putzfrauen und Prostituierte ein Auskommen mit dem Einkommen haben……Ka-ching!…..“

Bis zum nächsten Mal, es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Der Niederrheiner kann alles erklären…….

Nun nach all den Jahren am Niederrhein lebend, versuche ich einen kleinen Einblick in meine neue Heimat zu geben. Natürlich mit einem lächelnden Gesicht, denn wie hat schon Hans Hüsch in seinen Geschichten, diese lieben Leute treffend beschrieben: „der Niederrheiner weiß nichts, kann aber alles erklären“ Von mir lege ich ein paar Beispiele dazu.

Wo liegt der Niederrhein ? Als Vorgeschmack werde ich auf typische Weise und nach niederrheinischer Art es so definieren. „So ganz einfach ist es nicht geografisch zu beschreiben, da diese räumlichen Grenzen fließend sind“. Alles klar, nein. Dann ein zweiter Versuch.Wer es genau wissen will und es vom Wasser aus betrachtet, der Niederrhein fängt kurz hinter Düsseldorf an und mündet am Ende in die Nordsee“. Ihr merkt schon, es klappt nicht, nur noch soviel und dann weiter mit der heutigen Kurzgeschichte. „Weitere Grenzen sind von der Natur aus mit der Ems, der Lippe und der Aa gegeben“. Gerne bezeichnen die Anrheiner diese unerkennbaren Grauzonen auch als „Gönne Kant“.

Nun nach 20 Jahren ist es mir endlich gelungen dieses Sprachgemisch aus unserem vertrauten Hamburger Plattdeutsch und stark eingefärbtem Holländisch mit einem leichten Hang ins Ruhrgebiets deutsch bei zu kommen. Ganz klar und unvergleichlich lebt hier jeder an der anderen Seite des Flusses und in einer Gemeinde, die nur für Ihn als die Perle vom Rhein beschrieben wird. Es ist zwecklos weiter danach zu fragen und sollte vom außen stehenden Personen mit einem wohlwollenden „Nickköppen“ behandelt beachtet werden.

Für mich ist es immer wieder schön auf richtige Niederrheiner zu treffen, die mit Ihren Wesen immer wissen wollen „Wo man herkommt“ um im gleichen Moment fest zu stellen, daß sie nicht wissen „woher das ist“ Nehmen wir mal an, dass ich aus Duisburg komme, so würde mich an dieser Stelle ein „Ja, nee, ist klar“ verraten und der Ortsansässige könnte mich in die Schublade „Gönne Kant“ einordnen. Machen wir es dem Einheimischen leichter und sagen gleich Meiderich ist er zufrieden und freut sich. Wir sind für Ihn „von hier“. So einfach ist das.

Etwas schwieriger wird es im Arbeitsumfeld, wenn nicht Eingeweihte dieser Sprache mit anderen zusammen arbeiten. Da sind für uns Hamburger Konflikte vorprogrammiert. Am Anfang auf meiner Arbeitsstelle kam hier jeder mit seinem „Vize“ zur Arbeit. Ich dachte immer: „Was ist das komisch, hier kommt jeder mit seinem Vorarbeiter an“ Langsam begriff ich, das mit „viezen“ Rad fahren gemeint war. Diese hart durch dachten Sätze finden im: „mach mal das Fenster los“, anstatt es zu öffnen, eine gelungene Fortsetzung die jeden Hamburger zum schmunzeln bringt.

Ja am Anfang ist es schwer, hier Fuß zu fassen und zu verstehen. Es ist eine andere Kultur, die nicht von Flut und Ebbe bestimmt wird. Hier heißt es „los“ gehen oder man ist „auf“ irgendwas, wenn wir an ein berühmtes Fußballstadion denken und hier geht fast jeder abends „nach Bett“.

Beim kennen lernen und Kontakte knüpfen, ist es immer wieder schwer ein „Wo kommste her?“ zu definieren. Ein sehr wichtiger Punkt für die Einwohner hier, da mit diesen Angaben die heimliche Neugier gestillt wird. Eine etwas gewöhnungsbedürftige und gleichzeitig liebenswerte Art. Dieses Verhalten änderte sich schlagartig, als ich in die Stadt meiner Arbeitsstelle zog. Nun konnte ich erzählen, wo ich her kam. „Nun gehöre ich dazu“, dachte ich. Weit gefehlt, denn die Niederrheiner machen nun die Schublade wieder auf um Dich in eine neue zu stecken, die ich mit: „Wo biste geboren“ beschreiben möchte. Ihr merkt an dieser Stelle, ein waschechter Niederrheiner ist an und für sich nicht neugierig, er möchte nur alles wissen.

Nun als ein Zu-gereister und nicht „von hier“ geborene Person wurde ich liebevoll als „……. linski“ bezeichnet. Ein Zustand der am Anfang schwer zu verstehen war, hatte er doch nicht diesen warmen und herzlichen Klang, mit dem was wir Norddeutschen unter „Quitscher“ verstehen. Nachdem ich mich nun eingelebt habe und von meiner Frau „geheiratet wurde“ , änderte sich auch meine Klassifizierung eines „……linski“ in einen „…….ler“. Darauf kann ich schon etwas Stolz sein oder? Als letztes kommt ein „…….laner“ nach dem Stadtnamen hinzu. Dazu müßte meine Familie so ungefähr 200 Jahre aus einem niederrheinischen Gebiet kommen und „hier“ gelebt haben. Das packe ich auch noch………………..

Nun hoffe ich, daß Ihr den Niederrheiner etwas besser kennen gelernt habt. Wer Platt snacken kann, kommt hier gut zurecht und findet am Niederrheiner gefallen. Als kleiner Tipp, bei einem Abstecher in diese schöne Region sollte jeder mal Endivien Salat oder frische Pufferkes probieren.

Bis zum nächsten Mal, es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW.

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Erste Versuche meine Webseite ins englische zu übersetzen. Hilfe bei Grammatik und Satzbau, wird gerne angenommen. Bis später…..Liebe Grüße Erdi /// First attempts to translate my website from English. Help with grammar and sentence structure is gladly accepted. Until later ….. Greetings Erdi ///