Die heutigen Windmühlen des Internets, ein aussichtsloser Kampf für Don Quichotte ?

Es ist unvorstellbar, alles hat damit angefangen, daß wir eine Nachricht oder einen Brief von einem Ort zum anderen schickten. Nun ist es schon eine Zeit her, daß die Läufer von Marathon oder die Postkutschen ihren Dienst erbrachten. Alles und alle kamen an, das war das einzige was zählte. Heute senden wir fein säuberlich in Bit und Byte aufgeteilt Menschen, Güter, Fotos und Gespräche in kleinen Datenmengen rund um die Welt. Was machen wir nur, wenn das Telefon, Internet, der Router oder das Betriebssystem nicht zu Verfügung stehen? Lesen wir ein Buch, genießen die Ruhe oder kämpfen wir wie einst Don Quichotte’s gegen die modernen Windmühlen der Unzulänglichkeiten an ? Ein Glück, wer Aldonza Lorenzo als Muse an seiner Seite hat und einen Bauern aus de la Mancha kennt, der einem auf die Beine hilft.

Nun war es wieder passiert ? Ein alltäglicher Verbindungsausfall nervte mich, mein Router blinkte mit gelben und roten Lämpchen und machte nicht das, wofür er erdacht und erbaut wurde, einfach Daten empfangen und weiter leiten. Keine Verbindung ins Netz. So ein Mist, dachte ich mir, ein Alptraum, wie sollte ich nun mit der Außenwelt kommunizieren ? Gerade jetzt, wo ich ein neues Video einstellen wollte. Schnell jemanden anrufen, der mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Ach ja geht nicht,Telefon und Internet, laufen über die selbe „Dose“, selbst mein Adreßbuch mit den ganzen Nummern, ist in meinem elektronischen Postfach auf dem Rechner, besser gesagt bei meinem Anbieter und so lange keine Internetmöglichkeit besteht, komme ich an diese Datei nicht heran und kann nichts machen.

Nach etlichen Kannen Kaffee später, ein Gefühl des Versagens im Herzen, wollte ich schon Dulzinea von meiner Niederlage mit der modernen technischen Welt erzählen, da klappte der Router wieder. Ein Hoffnungsschimmer, gleichzeitig kam mir der GedankeWarum nicht ein neues Betriebssystem installieren“, das nicht abstürzt und leicht zu bedienen ist. Leichter gesagt, als getan, denn woher nehmen? Wie war es früher schön, bei einem Stromausfall habe ich ein paar Batterien genommen, einfach in meinen Transistor Radio gesteckt und schon konnte ich wieder Radio und Musik hören. Das Problem mit dem nicht telefonieren war zu jener Zeit kein Thema, bei der analogen Leitung kam hier die Versorgung vom „Amt“, ich konnte erreicht werden und anrufen wann immer ich wollte (unabhängig von Abbrüchen von Routern, Decoder’n und Internetverbindungen, die heute alle regelmäßig auftreten)

in Erinnerung an meine Geschichte http://exillebenderhamburgerinnrw.com/2015/01/18/alles-tutti-frutti-mit-disco-und-musikladen-eine-zeitreise-in-sachen-musik-und-fernsehen/

Bevor ich wieder so einen Schiffbruch erleide und mich total ausgeliefert fühle in der neuen Welt des Internets, stellte ich folgende Überlegung an „Was kann ich ändern und was nicht?“ Bei der Wahl des Anbieters für Telefon, Internet und Fernsehen stoße ich gleich auf meine Windmühlen Räder der unübersichtlichen Tarife und Leistungen der jeweiligen Unternehmen. Ein undurchsichtiger Dschungel, in dem sich nur ein Bauer auskennt, der sich alles wie ein Feld vorstellt und jeweils nur ein Drittel auf dem Feld anbaut um Risiken zu vermeiden, falls mal was nicht gedeiht oder funktioniert. Mein Sancho Pansa ist eben so genial, er hilft mir ohne es zu wissen, denn auf seiner einfachen Art, „Ich verstehe Dich nicht, wo ist Dein Problem, benutze doch ein mobiles Telefon, mit einem Händi geht alles“, finde ich mich auf dem Boden der Tatsachen wieder. „Was will ich überhaupt, was habe ich für Erwartungen?“

An diesem Punkt angekommen, merkte ich, daß ich keine Ahnung vom Computern habe, dabei ist es so simpel. Also mein imaginärer lieber Sancho höre, Ich möchte mich unterhalten und fernsehen, also brauche ich eine schnelle Internetverbindung, damit ich flüssig auch auf den sozialen Plattformen agieren kann. Auf informative Nachrichtenseiten mit Sportergebnissen und Rubriken mit gewissen Unterhaltungswert kann ich nicht verzichten. Ich stehe auf die Regenbogenpresse und seichte Unterhaltung. Ein Postfach, wo ich schnell Fotos und Daten versenden kann, ist für mich unabdingbar. Ein Programm zur Bearbeitung von Texten, Bildern, Videos, eben ein Rund um sorglos Paket, das nicht abstürzt oder gelb und rot blinkt. War das jetzt klar genug ausgedrückt oder haben wir ein Verständnis Problem mein Freund ?“

Langsam merkte ich, was Sancho Pansa damit meinte. Es mußte ein Neuanfang her. Also einmal mein ganzes technisches Feld umpflügen und wieder von vorne anfangen. Die Umsetzung war heikel, da dieser Schritt Zeit intensiv ist und keine richtige Lust aufkommt beim neu installieren von Rechnern.

Zuerst einen Anbieter finden, der dem Geldbeutel zusagt. Die Qual der Wahl mit den Geräten, ob Rechner oder Notebook lassen wir mal hier beiseite, ebenso die verschieden Bezeichnungen der einzelnen elektronischen Erzeugnisse, die in komischer Weise immer in Tischplattformen ala Pann un Pütt enden, für mich kommt hier kein mobiles ‚Alles in einem Telefon‘ in Frage, da ich verschiedene Datenträger benutze um zu speichern oder um diese Daten zu verarbeiten.

Mittlerweile habe ich mein Betriebssystem gefunden, meine Anwendungen und Videos laufen, ach ja, hier waren wir stehen geblieben. Ich wollte doch was einstellen mit „Blond und Baywatch“ nach alter Tutti Frutti Manier……………………

Videoclip von meinen youtube Kanal

Von einem Ausfall mit Systemen und Verbindungen, in dieser Welt der Kommunikation, lasse ich mich nicht mehr aus der Ruhe bringen. Es schreckt mich heute und in Zukunft nicht mehr ab, da ich weiß, daß ich nicht alles kann, muß ich auch nicht. Mit dieser selbst gefundenen Harmonie kann ich nun meine Dulzinea weiter anhimmeln und im Geiste mich in die wunderbar verrückte Welt des Internets aufmachen. Solange sich die Windmühlen drehen kämpfe ich und Sancho Pans weiter dagegen an……………

Bis zun nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Montag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

ErdiGorchFock63

 

Berufsanfang, Einblick in den Innendienst und nur weibliche Umkleideschränke für mich….

So ganz nebenbei, heute vor einem Jahr habe ich meine erste Kurzgeschichte geschrieben. Ein Rückblick auf 12 Monate wäre langweilig, deswegen werde ich bei dieser Geschichte einen Einblick in den Innendienst gewähren, wo ich vor langer Zeit angefangen habe, als „das Fräulein vom Amt“ in männlicher Form. In den 1980′ zigern wurden die reinen Frauendienststellen bei den Behörden in Hamburg aufgelöst. Für mich, damals jung und unerfahren, begann eine Reise in eine unbekannte Welt. Für die werten Leserinnen vielleicht was zum lächeln, für die ersten eingestellten Männer unter uns nicht gerade unproblematisch mit so viel Weiblichkeit um zu gehen.

Frisch von der Schule, am ersten Tag im August, machte ich mich zum Gänsemakt auf. Ich wollte am Einstellungstag pünktlich bei meinem neuen Dienstherrn sein. Um 06:00 fuhr ich mit dem Bus zum Dampferanleger, ungeduldig fieberte ich meinen Arbeitstag entgegen.

Endlich an der Drehbahn angekommen, ging es vorbei am Pförtner hinauf zur Personalstelle. Als ich die Türe vom Besprechungsraum aufmachte traf mich der Schlag. An den Tischen saßen über 20 Frauen. Ohne lange zu zögern und mit festen Blick setzte ich mich auf irgend einen Stuhl in diese Runde und staunte. Es dauerte ein paar Momente bis ich die zwei anwesenden männlichen Berufseinsteiger bemerkte. Etwas blass um die Nase vor sich hin grinsend. Vor jedem von uns lag eine Mappe, mit wichtigen Unterlagen, bestehend aus Dienstausweis, Abeitsvertrag und Kontoeröffnungsblättern, einem Stellenverzeichnis mit Raum und Etagennummern und dem wichtigen Treueeid Formblatt. Zur Begrüßung folgten einleitende Worte von der Personalchefin, in Ihrem Vortrag erzählte Sie von Grundlehrgängen, Aufbaulehrgängen und der abschließenden Beamtenprüfung, die in den nächsten Jahren auf uns zu kamen (- hierzu meine Geschichte Wer ist meine liebste Freundin ) Leicht abgelenkt verfolgte ich diesen wertvollen Beitrag, denn die seuten Deern’s am runden Tisch sahen alle klasse aus. Ganz weit entfernt hörte ich auf einmal…… „ die Kleiderordnung ist zu beachten, feste Schuhe und flache Pumps sind in Ordnung, Miniröcke und Highheels gehören nicht dazu…….“ Schade dachte ich, mein lächelndes Gesicht sprach Bände und die Vorstellung gefiel mir, ein Blick von Frau Fernmeldeoberrätin des Personals streifte mich und ein eiskalter Schauer durch fuhr meinen ganzen Körper. Es folgte der Schlußteil der Rede, mit der Unterschrift unter dem BAT Arbeitsvertrag und dem Gelöbnis des Amts-und Treueeides:

Ich gelobe, Ich werde meine Dienstobliegenheiten gewissenhaft erfüllen und das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland so wie die Gesetze wahren“

Nun konnten wir alle unsere neuen Dienstellen aufsuchen. Ich hatte Glück und kam im Wirrwarr der Gänge und Flure schnell in meine neue Abteilung. Meine neue Gruppenleiterin stellte mir beim ersten Rundgang durch die Räume meine neuen Kollegen vor. Es waren alles Frauen und ich war der erste männliche Kollege in dieser Stelle.

Meine neuen Kolleginnen erklärten mir meine neuen Aufgaben, zum Schluß zeigten sie mir meinen Schrank im Raum, wo ich meine Kleidung unter stellen konnte. Um es ganz deutlich zu sagen, die Umkleideschränke standen im Arbeitszimmer. Kein Extraraum, oder Trennungstür und keine Möglichkeit was zu verbergen beim umziehen. Null Privatsphäre für mich. Wie ich die Schranktüre aufmachte bekam ich einen weiteren Hieb versetzt. An der Innenseite der Türe begrüße mich das Profil von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und das Bild von Randy West in voller Centerfold Größe des Playgirls Magazins.

Ja, es war ein ganz besonderer Willkommen Gruß, den ich lange verdauen mußte. Als James Bond und Playboy Fan zu dieser Zeit revanchierte ich mich mit Marilyn, Ursula, Bea Fiedler usw. Heute hängt in den Schranktüren kein Bild mehr und solche Umkleideschränke sind auch nicht mehr in den Arbeitsräumen gebilligt, irgendwie schade, den ich würde mir jetzt mir Diosa in den Schrank hängen.

Videoclip von meinen youtube Kanal

Bis zun nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

ErdiGorchFock63