Stell Dir vor es sind Wahlen und keiner geht hin…

Wahlen sind und bleiben die erste Pflicht als mündiger Bürger eines jeden Staates, wer nicht seinen Aller wertesten Hintern hoch bekommt, sollte nicht am Regime oder der gewählten Regierung meckern, wer nicht wählt ist hochgradig dumm, neigt zu Intoleranz in den eigenen vier Wänden, sollte für die nächsten 4 Jahre nicht seinen Mund aufmachen, sich über die Missstände im eigenen Land oder der falsch eingeschlagenen Richtungsstil der Politik und der jeweiligen Politiker beschweren. Was rege ich mich auf….oh wieder mittendrin…

Es war einmal der heutige Tag, in zwei Ländern von Germania stehen Wahlen an. Jeder germanische Mitbürger des jeweiligen Bundeslandes kann zur Wahl gehen und seine Partei, seinen politischen Vertreter wählen. Nur was machen die meisten frei lebenden Besserwisser, die alles kurz und klein reden können ? Sie gehen nicht zur Wahl. Hier zeichnet sich ein typisches Bild von Wahlverdrossenheit ab. Wir haben heute Abend noch lange genug Zeit die tatsächlichen Wahlergebnisse zu diskutieren, meinetwegen klären wir in epischer Breite das warum und wie konnte es nur geschehen ab und auch das schwarz oder rot nun wieder an der Macht sind und wieso haben die gelben und grünen, was weiß ich was es sonst noch für Parteifarben gibt, nicht die 5 Prozent Marke geschafft, aber vorher gehen wir alle erst mal wählen verstanden ! Wer Beispiele braucht, um wählen zu gehen, vielleicht eine Motivationschub benötigt, seine eigene Faulheit zu besiegen, bitte schön, dem kann ich mit mehren Hinweisen behilflich sein. Die anderen gehen hin und stimmen ab und dies alleine sollte Grund genug sein, sich auf zu rappeln um das Wahlbüro zu besuchen. Spannen wir einen kurzen Bogen und schauen uns in anderen Ländern um, mit einem kleinen Blick konzentrieren wir uns auf die jeweiligen Regierungsformen. Mit einfachen Fragen, beleuchten wir den Hintergrund, ob wir einen Feudalismus wollen oder eine Demokratie erleben, am besten noch mit dem inneren Zusatz rechtlich, so was wählen wir gerne oder ? Unser Wohlfühlgefühl wird uns bestimmt das richtige weisen, solange wir es noch können, hier wo wir die Rechtstaatlichkeit genießen und uns den Luxus der freien Wahlen leisten.

Wie das wir nochmal, als es vor 30 Jahren in Afrika, genauer gesagt, als es in Südafrika krieselte und wir mit der Apartheid nichts anfangen konnten ? Aber das Lied von Eddy Grant in den Charts konnten wir alle hoch und runter singen, obwohl wir vielleicht zuerst den Text nicht richtig verstanden haben. „Gib mir Hoffnung Jo’anna‘, wenn ich mich richtig erinnere, so hieß es. Jahre später wurde uns klar, was damit gemeint war. Die Leute da unten litten Jahrzehnte unter einem ausbeutenden System. Da war nichts mit einer Abwahl oder gehe mir weg damit, ich mag keinen Rassismus. Hier wurde erbittet gekämpft, bis es erträglich wurde für das Volk. Vielleicht sollte ich mich mehr an Germania halten? Eine klasse Idee, hier haben wir seit 1989 ein gemeinsames Germania. Also ist unser Land erst 26 Jahre alt ? und wir haben über Nacht 15 Bundesländer gehabt mit samt Bundespräsidenten, Kanzler und Ministern. Wer das glaubt sollte sich lieber fragen, warum er oder sie Steuern und Rentenbeiträge abführen und es nicht besser für jeden einzelnen ist auszuwandern, da es sich hier erübrigt, diesen politischen Leichthirnakrobaten klar zu machen warum wir im Grundgesetz ( wie lange besteht Germania schon ?) eine Präambel hatten und warum wir bis heute keinen Friedensvertrag haben. Wir sind das Volk, benehmen wir uns auch so und wählen….wir… ja was denn ? Hoffentlich ist den heutigen Jungwählern klar, das eine Landtagswahl ansteht und wir keinen Bundeschef bestimmen müssen. Also nehmt Euch Zeit und setzt die Kreuze richtig. Ich finde es immer unglaublich, daß der moderne Mensch immer noch keine Kreuze malen, zeichnen kann. Denkt an die Splitterparteien, die mit Ihrer Wählerschaft, immer bestens vorbereitet, sich in den Wahllokalen aufhalten und alles reklamieren, was nicht formgerecht vor der und in der Wahlkabine gemacht oder getan wurde. Also bitte den Wahlzettel richtig falten und in in die Wahlurne einwerfen. Am Beispiel von Bibi Bourelly Song ‚Ego‘ sollte sich jeder junge Smartphoneträger fragen, ob er sich der Bürde bewußt ist und warum er oder sie allein die Verantwortung dafür trägt, was in der Zukunft in Germania geschieht. Wie gesagt, es wechseln sich Rechte und Pflichten in einer Gemeinschaft ständig ab und das Wahlrecht gehört dazu. Ein „ I want give a fuck …“ ist leichter gesagt als 4 lange Jahre damit gelebt.

Erdi Gorch Fock Musik

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich eine schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Gedanken zum Weltfrauentag 2016, starke Frau was nun ?

Bei diesem Thema lasse ich mal wahllos meinen Finger auf dem Globus kreisen. Nach dreimaligen drehen bleibt meine blau beleuchtete Kugel bei Berlin, Bernaul und Hagen im Sauerland stehen. Was könnten diese Städte mit dem Weltfrauentag gemeinsam haben ? Auf dem ersten Blick, vom Titel dieser Geschichte angeregt nicht viel…könnte man meinen…und doch mal um die Ecke gedacht, kommen aus diesen drei Orten ziemlich starke Frauen her. Wer nun glaubt, ich würde auf den Spuren der Jeanne – Antoinette Poisson ( *1721 –† 1764) Lust wandeln, hätte damit Recht …aber nur beinahe….

Eine Gemeinsamkeit besteht tatsächlich und diese Verbindung ist bei Madame de Pompadour zu finden. Aus der Geschichte wissen wir, daß die Mätresse des Königs Ludwig des XV sehr reiselustig war. Ihre Talente setzte sie geschickt ein, um für Frankreich das beste raus zu holen. Schenken wir Ihren Gespür für Künstler mehr Beachtung, entdecken wir in dieser Person eine heimliche Förderin der Bildung. In Ihrer Funktion beim König von Versailles, bekleidete Sie über Jahre eine wichtige Rolle, teils um für Ihren Ludwig als Edelkurier zu dienen, mehr jedoch um als wirkliche Gönnerin der Kultur und der Künste zu fungieren. Auf einer Ihrer Reisen nach Berlin fand Sie bestimmt eine Unterkunft in der Nähe von Hagen im Sauerland. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß Ihr Ausspruch „Visitez ma tente“ bis ins Rheinland Spuren hinterlassen hat. Ein geflügelter Satz, den man historisch gesehen heute gerne den napolionischen Soldaten nachgesagt, die damit mehr oder weniger schöne Frauen in Ihr Zelt locken wollten. Um es mal eindeutig fest zu halten, hatte Sie ein sehr ausgeprägtes soziales Engagement vor gelebt, Not leidenden Freunden und Familienmitglieder immer zur Seite gestanden, entweder mit einer Anstellung oder mit gestifteten Leibrenten.

Heben wir mal einen Punkt aus dem Leben der eigentlich ersten Dame des französischen Hofes hervor, nehmen an, Sie wäre in einer wichtigen Mission nach Berlin gereist, natürlich auf Anweisung Ihres königlichen Geliebten, der in Ihrem Leben nur eine Nebenrolle spielte, um in Potsdam mit dem Alten Fritz zu sprechen und dieser preußische König hätte keine Lust auf die Pompadour gehabt, stellte sich quer, wollte nicht mit einer Dirne über staatsmännische Dinge kommunizieren, so muß ich doch allemal den Hut vor Madame verwegener Kühnheit ziehen. Mit Hilfe einer nicht zu unterschätzenden Liaison Ihrer Freundinnen Maria Theresia und der Zarin Elisabeth verschaffte Sie sich Gehör beim Preußenkönig. Nachdem die erfolgreiche Tacheles Rede bei Friedrich des II. Wirkung zeigte, beschloss dieser, daß jeder Berliner und andere selig nach seiner Fasson leben sollten. Vielleicht war der Alte einfach nur hin und her gerissen von soviel Schneid und der Schönheit der Madame de Pompadour, wer weiß es genau.

Vermutlich lernte Jeanne – Antoinette bei einem Ihrer Besuche bei der Freundin Elisabeth in Sibirien die aufstrebende Stadt Barnaul kennen. Vielleicht gab Sie sogar den Anstoss hier eine weitere Bibliothek zu bauen oder eine Akademie der Künste, es gibt keine stichhaltigen Beweise dafür, doch ist es für mich durchaus vorstellbar. Im Laufe der Jahre stechen immer wieder besonders starke Frauen aus diesen Städten hervor, setzen sich mit Ihrer Weise und Ihrem Lebensgefühl für andere ein. Wenn ich beim nächsten Mal was höre oder lese über Berlin, Bernaul, Hagen, denke ich auch mal abseits der Politik und betrachte diese Orte mal kulturell. Was wären wir ohne Ina, Jule oder Nena ?… Musikalisch gesehen bestimmt etwas ärmer oder ?

Solange bis der nächste Teil kommt, etwas Spaß von meinem Kanal

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich eine schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock