Einfach um die Ecke gedacht. Wer braucht schon Nudeln ? / Thinking around the corner, who needs pasta?

„Nein, ich habe wieder was vergessen, es ist immer dasselbe mit mir, also nochmal von vorn“, mit einem leichtem Seufzer realisierte ich mein Missgeschick. Langsam schaute ich meine Einkäufe an.

Alles was ich brauchte für mein Essen lag vor mir auf dem Küchentisch, …oh wieder mittendrin, viel Spaß beim lesen…,

Salz, Pfeffer, Paprika und Paprikaschoten, Zwiebeln, Knoblauch, Hack, es fehlten das Hauptprodukt Spaghetti. „Warte mal“, meine innere Stimme ertönte leise, versuchte mich zu beruhigen. „Alles nicht so schlimm Erdi. Was wolltest Du zubereiten?“ „Spaghetti mit Hackfleischsoße“, brummte ich. „Tja und wo liegt das Problem?, mach Dich an die Arbeit“, mein Magen bekam langsam Hunger. Nun waren alle meine Sinne und Kreativitätshelfer in meinem Oberstübchen versammelt. „Lasse uns nochmal einkaufen gehen“, meldeten sich meine Füße. „Ist nicht Dein Ernst, das wird wieder eine Stunde dauern bis wir wieder zu Hause sind und anfangen zu kochen“,“Vorher müssen wir noch auf die Toilette, sonst platze ich“. Ich war gefühlsmäßig am Ende. „Halt“, endlich kam mein Kleinhirn zu Wort, „ alle Organe und Gefühle werden runtergefahren. Ich und das schwerfällige Großhirn müssen die ausweglose Situation analysieren. Dafür brauchen wir absolute Ruhe“. Die Synapsen schalten alles ab und schickten alle Organe und Gefühle von der Kommandobrücke. „Oh was könnte uns jetzt weiterhelfen?“, langsam tapste das Großhirn in der Schaltzentrale auf und ab. „Unsere Musen natürlich helfen uns“, sprach das Kleinhirn geistesgegenwärtig aus und öffnete für Klio, Aphrodite, Thalia und Melpomene die Türe. „Hmmm, der Gedanke kam mir auch gerade“, nickte das Großhirn zustimmend , „aber schicke Melpomene wieder zurück. Ich will daß die heutige Misére fröhlich ausgeht“. „Eure Unwissenheit macht mich krank“, mit diesen Worten verschwand Melpomene düpiert und Athene tauchte aus dem Nichts auf. „So dann mal los“, Athene schickte Klio in die verschwiegenen Gänge des Unterbewusstsein zurück, damit Klio in Ruhe in der Vergangenheitsspaltenach einer Lösung suchen konnte. Mit überzeugender Stimme unterrichte Athene dann Aphrodite und Thalia was nun zu machen sei. Der Herd wurde angemacht. Wie von Geisterhand wurde das Gemüse klein geschnippelt, das Hack angebraten, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Beim klein schneiden von Knoblauch, Zwiebeln und Paprikaschoten wurde Thalia Talents eingesetzt. Thalia sorgte für ausreichend Klopapier, damit die feuchten Augen den Überblick beim kochen nicht verloren.

Das Großhirn legte sich wieder hin und übergab das Kommando ruhig weiter an das Kleinhirn. Das Kleinhirn nachte es sich mit Aphrodite auf dem Kommandostuhl der Schaltbrücke bequem, wohlwissend das nichts mehr schief gehen konnte. Alle Musen reizten ihre Talente aus , kannten Sie… – hierzu meine frühere Geschichte –

https://erdigorchfock.com/2015/09/20/nur-eine-muse-kann-befluegeln-und-das-wochenende-versuessen-oder/

alle Erdi doch schon seit langem. Klio kam aus den Tiefen des Gehirns hervor und präsentierte allen Anwesenden das neugestaltete Gericht

„Verschwundene Nudeln auf scharfer Hacksoße“.

„Ja das ist es, so mache ich es“. Ich war sehr zufrieden mit meiner geistig gefundenen Lösung. Dank meiner Kreativität, entspannten sich meine Füße, mein Bauch bereitete sich auf eine köstliche Mahlzeit vor. Am Abend werde ich das neue Gericht meinen Sohn servieren, ich weiß er mag es scharf“, selbstzufrieden mit mir, deckte ich den Tisch.

Bis zum nächsten Mal bleibt mir alle gesund und munter.

Erdi Gorch Fock