Einfach mal ins häusliche Büro wechseln/ Simply switch to your home office


„Oh ja, das will ich auch“, Edgar Glossi freute sich über das Angebot seines Arbeitgebers, die anfallenden betrieblichen Arbeiten Zuhause erledigen zu können. Einen Platz zum Arbeiten im häuslichen Bereich wäre vorhanden, Edgar dachte nach und frohlockte seinem Chef: „Im meinem Haus sind Strom, Licht, Bestuhlung und Tisch vorhanden, ich kann sofort loslegen. Wenn ich dafür nie wieder ins Büro kommen müßte, dann wäre ich bin dabei Chef“. „Gut Herr Glossi, probieren wir es eine Woche aus. Wir sehen uns dann in einer Woche am nächsten Dienstag wieder, solange tauschen wir uns per E-Mails aus und dann besprechen wir im Büro die zukünftige Vorgehensweise. Gutes Gelingen zu Hause Herr Glossi, bis dahin. Daraufhin verschwand der Chef aus dem Großraumbüro der… oh, wieder mittendrin…

Obst und Gemüse Manufaktur in Bad Schwartau. Herr Glossi beendete seine Schicht und fuhr nach Hause. Im heimischen Domizil angekommen, ging es sofort in den Keller, denn hier wollte er zukünftig ungestört arbeiten. „So, wo ist die Steckdose? wäre doch gelacht, wenn wir hier nicht arbeiten könnten, ah ja da…“. Eine Stunde später wachte Glossi aus seinem komatösen Zustand auf, er hatte einen Kurzschluß der elektrischen Leitungen durch Einstecken des Stromkabels eines zusätzlichen Dreiersteckers verursacht. „Wo bin ich?“ Leicht gebeugt kroch er zum Sicherungskasten, werkelte am Sicherungsverteiler und Schwupps knallte die Kellersicherung wieder durch. “Diesmal hast Du mich nicht getroffen Du blöder Blitz“, mit leicht schmerzverzerrtem Gesicht nahm Edgar zu Kenntnis, daß er vergessen hatte zuerst das Stromkabel vom Dreierstecker zu ziehen, bevor er die Sicherungen einschalten wollte. Im dusteren Keller taste er sich nun vor, zog die Stromzufuhr aus dem Dreierstecker ab und kroch behend wieder zum Stromverteiler zurück. Er drehte den Notschalter an und endlich wurde es wieder hell im Keller. „Licht vorhanden“, aufatmend steuerte Edgar die obere Etage an, als er ein Klopfen an der Haustür vernahm, er öffnete die Tür und sein Chef stand lächelnd vor ihm. „Herr Glossi, ich habe ganz vergessen Ihnen die Auszüge der Rechtlichen Rahmenbedingungen eines Telearbeitsplatzes zu geben. Als Arbeitgeber stehe ich in der Pflicht Sie zu informieren, ach machen wir es kurz, lesen Sie es sich durch und informieren mich per E-Mail darüber, daß Sie es zur Kenntnis genommen haben. Brauchen Sie sonst noch etwas? Herr Glossi versuchte Haltung zu bewahren, der Chef sollte ja nicht unbedingt mitbekommen, daß er gerade dem Tod von der Schippe gesprungen war. „Ja, mein Notebook habe ich vergessen“. „Ja, natürlich Herr Glossi, ohne richtiges Equipment können Sie nicht arbeiten. Holen Sie es Morgen ab. Bis dahin werde ich auch wissen wann ihr Arbeitszimmer abgenommen wird von unserem betrieblichen Arbeitsschutzbeauftragten. Nun machen Sie Feierabend Herr Glossi, es war ein langer Tag“. Mit diesen Worten verabschiedete sich der Chef. Edgar schloß die Haustür, mit wackeligen Beinen versuchte er in Küche eine Kanne Kaffee aufzusetzen. Langsam erholte sich sein Körper von den Strapazen des Stromschlages. Nun hatte er Zeit die gebrachten Dokumente vom Chef durchzulesen. Es war sehr interessant was alles zu beachten war, so ein häuslicher Arbeitsplatz mußte ein Fenster haben. „Mist, dann fällt der Keller als Möglichkeit aus. Wie muß denn das häusliche Arbeitsumfeld aussehen?“ Nun streifte er mit offen Augen durch seine Räume, Stunden vergingen, alles wurde sorgsam betrachtet und geistig abgespeichert. „Hmmm, Kinderzimmer, ach nee, da kann ich nicht ruhig arbeiten“. Mit prüfendem Blick fiel damit auch die Abstellkammer aus, hier fehlten nur ein paar Quadratmeter, um ein Arbeitsplatz zu sein. Der Wohnzimmertisch im kombinierten Eßzimmer hatte nicht die richtige Höhe. “Mano, mein Keller war super geeignet, richtig gemütlich mit Campingtisch und Nachtischlampe und die ausrangierten 3 Sofas geben dem Keller Charakter, aber geht ja alles nicht, Garage fällt aus, wegen Fenster, Moment mal“, Edgar hatte eine Idee, wo er richtig arbeiten könnte. Vorsichtig öffnete er die Schlafzimmertür, mit dem mitgebrachten Zollstock wurde der Schminktisch vermessen. Ein diabolisches Lächeln huschte jetzt kurz vor Mitternacht über sein Gesicht, bis seine Frau Manu aufwachte: „Schnulli, was machst Du da?“, erklang schläfrig Ihre Stimme. „Nichts min Seuten, allens in Butter“, erwiderte Edgar, um darauf katzenartig aus dem Schlafzimmer zu flüchten. Sein Weg führte Ihn auf die Terrasse. „Hier ist es perfekt oder nicht, hier stimmt alles und es steht nirgends geschrieben daß ich nicht draußen in einem geschützten Bereich arbeiten darf“.

Mit diesen letzten Gedanken unter freien Himmel schief er zufrieden ein. An nächsten Morgen machte Edgar sich auf sein Arbeitsnotebook zu holen. Im Büro angekommen setze sich an seinen Tisch, an der Tastatur entdeckte er eine Notiz von seinem Chef, „Guten Morgen Herr Glossi, denken Sie daran, daß an Ihren ergonomischen Stühlen immer die richtigen Rollen befestigt sind“. „Ach nee, echt jetzt“, seufzte Edgar, dabei griff er zum Telefon: „Moin Chef, Danke daß Sie mich an die richtige Bestuhlung erinnert haben. Ich sollte die richtigen Rollen am Stuhl haben, wie gibt da wirklich unterschiedliche Rollen für Laminat, Fliese und Teppich? das ist mir neu, Hmmm, das muß ich mir nochmal anschauen, solange diese Frage nicht geklärt ist, arbeitete ich weiter hier im Großraumbüro. Ich habe da eine weitere Idee, die ich vorher abklären muß, dann komme ich auf Sie zu Chef“. Mit diesen Worten beendete Edgar Glossi das Gespräch. Schnell laß er nochmal die Rahmenbedingen durch. „Wußte ich es doch, hier steht nichts über ergonomisch angepaßte geformte Sitzflächen drin, also…“.

Homeoffice Erdi
In diesem Sinne bis nächsten Freitag, bleibt alle gesund und munter.

Erdi Gorch Fock ®

2 Gedanken zu “Einfach mal ins häusliche Büro wechseln/ Simply switch to your home office

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