Alles nur Aberglaube oder was, Häuser die Schlafwandeln, die geheimnisvolle Bettdecke

Es gibt Tage und Wochen die kann ich getrost in die Tonne kloppen. Da geht nichts gerade aus, es läuft eben alles schief. Am liebsten möchte ich das Haus nicht  verlassen, nur damit nicht noch mehr Missgeschicke passieren. Zu allem Unglück hatten wir in dieser Woche auch noch Freitag den 13’sten. Vorweg, ich leide nicht an Paraskavedekatriaphobie, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, denn als optimistisch eingestellter Mensch glaube ich nicht das es schlechte und gute Tage gibt. Eher mehr das da irgendwas nicht erklärbares ist, was wir mit Aberglauben abtun oder falsch interpretierten Gefühlen und Wahrnehmungen. Warum gehen Gegenstände immer an diesem Tage kaputt, verpassen wir unseren Bus oder das Auto springt nicht an und so weiter. Aber was ist wenn wir…..wieder mittendrin….. Es war einmal….

an einem Freitag dem dreizehnten. Ich wachte auf und merkte plötzlich das mein Elektrowecker nicht rechtzeitig geklingelt hatte. Der Strom war aus gefallen. So ein Mist, mein Adrenalin stieg in die Höhe. Fummelnd und suchend ertasteten meine Finger den Lichtschalter der Nachttischlampe, der nächste Schock, das Licht blieb aus. Meine innere Schaltzentrale meldete sich mit den üblichen kontroversen Möglichkeiten meines Körpers. „Sollen wir die Flucht- oder Kampfinstinkte aktivieren, Boss?“ überlegend am Bettrand sitzend, machte ich meinem Körper klar „He, was ist los? gebt mir lieber einen direkten Link zum Kleinhirn, ich brauche eine Idee, wie soll ich jetzt unbeschadet in den Keller kommen“ Im Schneckentempo wurde die dunkle Lage im Zimmer analysiert, wie viele Meter sind es zur Tür? Vorsichtig machte ich einen Schritt nach dem anderen, erfühlte den Türknauf, ich hörte meinen Herzschlag, bloss keinen Krach machen, fast geräuschlos öffnete sich die Türe.  Bis hierhin hatte ich alles im Griff, nur noch zwei Treppen runter und dann an den Verteiler Kasten: „Kreativ Abteilung hier, wir brauchen mehr Licht, verdammt dunkel hier“, „Der braucht eine Taschenlampe, es sind 28 Stufen bis in den Keller“, meldete sich unaufgefordert mein Großhirn. „Blitzmerker, hier braucht es keine Kreativität von mir, sondern Mutbubbis aus der Körperkraftlobby, denn die Taschenlampe liegt im Schuppen, ich sag schon mal Prost Mahlzeit“ Auch das noch kam es mir durch den Sinn: „Soll ich etwas Adrenalin nach legen“, fragte meine rechte Gehirnhälfte und öffnete alle Ventile. Während dessen schafften meine Beine die erste Treppe wie von Geisterhand gelenkt. „Rechts abbiegen“, kam es aus meiner Kreativecke. „Gute Idee“ kam es vom Kleinhirn, „versuchten wir die Schublade mit den Streichhölzern zu erreichen“. Irgendwas behinderte meine Hände, ach ja ich könnte die übergeworfene Bettdecke langsam ablegen, da mir mein Adrenalin so eingeheizt hatte, daß der Schweiß schon den Rücken runter lief. Beim öffnen der Schublade bekam ich die Streichhölzer in die Hände, leider waren meine Reflexe nicht so schnell und die selbst schließende Lade schnappte sich meinen Zeige-Mittel- und Ringfinger. Mit einem „Aua“ machte ich mich an die Streichholzpackung, unbeabsichtigt verhedderte ich mich dabei in der hinter mir liegenden Decke, mein Balance Gefühl fühlte sich dadurch so gestört, daß es nur noch Richtung Küchenboden ging. Mein eigener Astralkörper setzte die ganzen 115 Kilo Lebendgewicht des Körpers ein. Es gelang mir mit Hilfe von Hüft- und Bauchrollenfülle diesen Sturz unbeschadet zu über stehen. Nach einer kurzen Weile hatte ich mich wieder unter Kontrolle und zündete das erste Streichholz an. „Wow, ich kann sehen“ freuten sich meine Augen. Der linke Zeigefinger, verstärkt durch meinen Daumen melden ein erneutes „Aua“ an, das Streichholz war zu Ende gebrannt. Nächsten Schwefelspan anzünden und immer weiter in Richtung Keller gehen. Nun spielte mein Geist eine Scharade mit mir, meine Ohren vernahmen seltsame Geräusche aus dem Schlafzimmer. „Immer die Ruhe bewahren, ein Problem nach dem anderen alter Schwede“, dachte ich, keinen Zentimeter vom Weg abweichend, so erreichte ich den Sicherungskasten. Alle Sicherungsboxen auf an stellend, konnte nun der Lichtschalter betätigt werden. „Licht ! Problem gelöst, Glückwunsch Boss, stammelte die ganze vernapste Oberstübchenmannschaft meines Großhirns. Die Ohren vernahmen wieder Geräusche, diesmal von der ersten oberen Etagentreppe. Mein Herz schlug auf einmal ganz langsam, Adrenalin ist alle, nun hilft nur noch der Fluchtinstinkt, rette sich wer kann“, verabschiede sich meine Schaltzentrale. Mit ruhigen Schritten stieg ich die Kellertreppe hinauf. Mit dem Leck mich Gedanken tief aus meinem Bauch heraus, bemerkte ich, daß die Bettdecke nicht mehr auf dem Küchenboden lag. Wo ist die Decke geblieben ?, fragte ich mich Kopf schüttend. Ich hörte wie eine Schlafzimmertür ins Schloß fiel. Seltsam, was spielt sich in diesem Haus ab ? Zum Glück war unsere Küchenuhr Batterie betrieben, es war gerade 03:30 Uhr, also hatte ich gar nicht verschlafen. Mit einem Blick zum Kalender, stellte ich fest, daß ich heute Spätdienst hatte. Als ich wieder im oberen Stock war, schloss ich leise die Schlafzimmertür, legte mich wieder ins Bett, rollte mich in die Bettdecke ein.

So gegen 08:30 Uhr klingelte der Wecker, als wenn es die Stunden zu vor nie gegeben hätte, meine Frau war schon aufgestanden und bereite das Frühstück zu. Etwas ermattet setzte ich mich an den Tisch, nippte vorsichtig an der Tasse Kaffee. Mit einem: „Na Schatz, sag mal bist Du zum Schlafwandler geworden ?“ wurde ich fröhlich begrüßt. „Nein, ich habe heute früh die Sicherungen wieder rein gedreht und, „….und dabei mir die Bettdecke weggezogen“, schmunzelte meine Frau. Die hast Du Dir wieder geholt“, lachte ich Sie an. „Nein das habe ich nicht“, sagte meine Frau. Ich merkte wie mein Blutdruck wieder an stieg, leise höre ich meine innere Stimme: „Wer hat denn die Bettdecke ins Schlafzimmer gebracht?“……………………..

zur Untermalung, etwas Spaß aus meinem youtube Kanal

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Cher und die verschwundenen MINI Lenkräder, Teil III

————— Teil III————–

So, mit dem dritten Teil von Cher und Ihren MINI Lenkrädern, feiere ich ein kleines Jubiläum, meine 50 Kurzgeschichte. Anstatt lange zu reden, über wie es mit dem schreiben angefangen hat, starte ich in meiner „Hamburger Art“ gleich mit der Fortsetzung…. nach dem Cher und ich die Wache verlassen hatten, klopfte Sven Eddi auf die Schulter….. oh ich bin schon wieder mittendrin….. Also, es war einmal……

Das hast Du genau richtig gemacht Eddi“, sagte der Revierleiter Sven Matke von der Polizeikommissariat Harburg zu seinem Kollegen. „Ich gebe jetzt alle Unterlagen zum LKA Berliner Tor ab.“ „Du meinst wohl Winterhude“ schmunzelte Eduard Otte, in Anspielung auf das Behördenhaus, daß wie ein Dekagramm 2001 nun das neue zu Hause des Polizeipräsidiums Hamburg ist. „Jaja, klei mi am Moors“, leicht verlegen griff Sven zum Telefon, suchend nach einen persönlichen Ansprechpartner im Polizeipräsidium, blätterte er missmutig im Telefonregister. Früher wäre er schnell mal mit dem Boot Elbe 14 rüber geschippert, hätte über Heidenkampsweg das Hochhaus am Berliner Tor geentert. „Ich gebe auf, ich wähle die Polizei Hotline an, so’n schiet“ am anderen Ende klingelt es…….

„….Bettina, ganz sutje, ich bin es nur Ronald“ gab sich der Bauamtsleiter zu erkennen, er war auch sofort aus dem Saal gegangen um nach seiner schönen Mitstreiterin zu sehen. „Man mir zittern immer noch die Knie, ich habe mich richtig erschreckt, laß mich schnell noch den abweichenden Bebauungsplan von der zukünftigen Seenplatte Hemmingen raus holen“. Ein paar Minuten später waren beide wieder im Lokal. Die nun vorgestellten Pläne beruhigten fast alle Anwesenden. Am Schluß der Informationsveranstaltung holte sich Bettina Lorz den Peter Junghans zur Seite und erzählte Ihm vom einer baldigen Eröffnung eines Autohauses in Laatzen. Mit diesen noch geheimen Informationen fuhr Peter nach Hause. Angekommen bestaunte er die neuen Emaille Schilder von Gisbert Hannen & Sohn, die sein Bruder Klaus mit Gisbert an der an der Einfahrt angebracht hatten. Bei einem abschließenden Kaffee erzählte Peter den beiden die erfreulichen Nachrichten aus dem Ricklingen Gasthof. Mit einem: „Tschüss bis moin“, verabschiedete sich der fleißige Hannen und fuhr Heim nach Westerfeld.

So, was ist Dir eingefallen ?“ neugierig kam ich auf Hans zu. „Weißt Du noch wie wir uns Lenkräder vom Schrottplatz besorgt haben, um sie am Rad zu montieren?“ lachend unterbrach ich meinen Freund, „Ja klar, kann ich mich erinnern, Du hast Dein Steuerrad als Sattel befestigt und behauptet, es sei von einem einem Mercedes.“ Nur weil das Emblem fehlte, ich hatte nicht die richtigen Schrauben und Muttern damals“, versuchte Hans die alte Geschichte zu retten. Plötzlich fiel mir was ein, ich schnappte mir mein Telefon und wählte die Nummer von Cher, statt eines Klingeltones am anderen Ende der Leitung kam nur ein Tüt,Tüt.tüt……

Das Besetztzeichen wollte nicht aufhören, ich wachte auf und bemerkte, daß ich vollkommen übermüdet vom Koffer und Karton packen auf dem Sofa eingeschlafen war, ich hielt noch meinen Telefonhörer in der Hand, meinen geliebtes graues Wählscheibentelefon wollte ich gerade verstauen, als mir spät abends die Augen zu fielen. Alles nur geträumt. Es war alles in meiner Fantasie entsprungen, schmunzelnd legte ich nun das Telefon in den Karton, klebte es mit Klebeband zu. Da schellte es an meiner Türe. Ich rappelte mich auf und öffnete die Tür. Cher stand draußen mit einem Picknick Korb in der Hand. „Du hast verschlafen, heute ist Markttag, wir treffen uns gleich mit den anderen“ zwitscherte sie fröhlich drauf los. Ich zog mich schnell an, unterwegs erzählte ich von meinen merkwürdigen Traum. Es war für mich der letzte Samstag auf Finkenwerder, warum nicht mit einem Markttag beginnen. Am Zeitungsstand trafen wir den Rest meiner Freunde. Zum letzten Mal blätterte ich zwischen den Heften, vielleicht nehme ich mir einen Kojak Krimi auf der Fahrt mit zum Niederrhein. „Niederrhein ?“ flüsternd echote Manu. „Wollen mal sehen, wie lange Du es da aushältst ?“ dabei setze sie mir einen Schmatzer auf meiner Wange,Ich hab was gefunden“ kam es von Cher, „ sagtest Du nicht was vorhin von Ricklinger Seenplatte und Marion Pitsch?“ Fast hätte ich mein Kojak fallen lassen, neugierig blättere ich in dem Sachbuch……es fehlten ein paar Seiten…. „Komm laß uns ins Freibad gehen, wir können dann mal alle ins Buch schauen“, drängelte Hans. „Also, dann verstelle ich mal das Lenkrad und wir quetschen uns alle in meinen Mini“, sagte Piti. „Ich glaube, ich habe ein Dejavu“, kam es aus mir heraus. „Darum kümmere ich mich gleich“, hauchte Manu mir ins Ohr. „Mit 5 Leuten im Mini, na das kann was werden.“ lachte Cher und stieg ein…….

für alle die bei sich bei diesem Thema nicht angesprochen fühlen…mein youtube Kanal…

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Cher und die verschwundenen MINI Lenkräder, Teil II

————— Teil II————–

Für mich war der Tag gelaufen. Trotzdem versuchte ich mich zu beruhigen. Würde der Täter jemals gefasst werden ? Ich holte mir ein Notizbuch und schrieb alles auf, was mir einfiel. „ Bundesstraße B3, vom Norden bis Freiburg, nicht an der Elbe, wie weit ist es bis Breisgau? Seen, Hemmingen, Buxtehude“ mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, daß ich nicht mehr rational Denken konnte, erschöpft legte ich mich hin……..

Cher ließ diese flache Erklärung des Polizeibeamten keine Ruhe. Um abzuschalten unternahm sie einen Spaziergang. Auf alten verschlungen Pfaden auf Finkenwerder, am hinteren Teil des Ortsamtes war Sie zu Hause, vorbei am Freibad, nun im alten Gelände Ihrer Kindheit, sinnierend über nicht mehr vorhandene Straßen, erreichte sie zügig den Deich am Flugzeugbau, zu dieser abendlichen Tageszeit stand der Wind landeinwärts, zügig lief sie auf das Mühlenberger Loch zu. Was hatte sie damals nicht alles recherchiert, nun verliefen alle Spuren im Sande. Bei ihrem langen Spaziergang erreichte sie das Estesperrwerk. „Was schon so weit“, von der nahe gelegenen Bushaltestelle fuhr sie wieder nach Finkenwerder zurück. Die Fahrt dauerte diesmal etwas länger, da ein Auto mit Panne die lange Zufahrtsstraße versperrte. Die Polizei war gerade damit beschäftigt, den Verkehr im Minutentakt durch die Unfallstelle zu schleusen, nicht gerade einfach, stockend und langsam fuhr Cher am beschädigten Auto vorbei. Ein mulmiges Gefühl stieg in Ihr auf, endlich war sie an an den Finkenwerder Landungsbrücke an gekommen.

– Rückblick Mitte 1968, in eine Informationsveranstaltung zu Erweiterung der B 3

Warum müssen wir Hemminger denn alle weichen ? Ihr könnt Eure Bundesstraße 3 mit der Trassenführung über Westerfeld ziehen, da ist Platz genug“ „Das würde Mehrkosten bedeuten, die dann in die Millionen DM gehen, laß uns doch mal in Ruhe über den Bauplan schauen, betrachten wir dabei auch die Eingriffe in die Natur“ beruhigend klang das nicht, was der zuständiger Bauamtsleiter von Hannover, von sich gab. Er hatte sich extra für diese Veranstaltung einen neutralen Ort, eine alt eingesessene Gaststätte in Ricklingen ausgesucht, der Saal, mit herrlichen Ausblick auf die Ihme, war bis zum letzten Platz belegt, viele betroffene Anlieger aus Hemmingen, Linden und Umgebung, wollten Informationen haben. Eine schwierige Aufgabe für Ronald Pitsch, der nach einer guten Lösung für alle Beteiligten suchte. „Ist ja typisch, immer wieder Westerfeld ins Spiel zu bringen, dann kann ich unseren Nutzfahrzeuge Reparaturdienst schließen“, kam es von Peter Junghans heraus, er war mit seiner ganzen Familie am meisten betroffen von der geplanten Straßenverbreiterung der B3. „Meinem Bruder Klaus habt Ihr schon so einen Enteignungsbrief geschickt, der kann nun seine Werkstatt schließen und dadurch geht Ihm sehr wahrscheinlich das Geschäft mit Britsh Leyland durch die Lappen. Das ist willkürliche Diktatur, daß wird nicht nur ein heißer Herbst in Berlin, fangt nur an mit graben……. „Deswegen sind wir hier um eine Lösung zu finden, MINI Freunde müssen zusammen halten“, schaltete sich nun Frau Bettina Lorz ein, sie war stellvertretende Dezernentin der Enteignungsbehörde Hannover. „Klei mi am Moors“ wutentbrannt verließ Peter Junghans die Gaststätte……………

Bettina Lorz stand auf und verließ ebenfalls den Saal, sie hatte eine Mappe in Ihren Auto vergessen, am Wagen stehend, suchend nach Ihrem Türschlüssel, hörte sie auf einmal ein „Guten Abend“, hastig drehte sie sich um, vor lauter Schreck lies sie den Autoschlüssel zu Boden fallen.

Der Wecker riss mich aus tiefen Schlaf, ein paar Momente später würgte ich den elenden Klingelton endlich ab. Schleppend brachte ich meine körperliche Hülle in die Küche. Wieder klingelte es, diesmal an der Haustüre. „Man was ist denn heute morgen nur los“, brummelnd öffnend begrüßte ich Hans an der Türe. Er wollte mir beim Umzug helfen, in seinen Händen schleppte er ein Dutzend gefaltete Umzugskartons mit. „Moin, wohin damit ?, Kaffee fertig ?“ „Moin, leg irgendwo hin, ich bin noch nicht soweit, ich glaube, ich verschiebe den Umzug“ Hans grinste mir breit entgegen und hörte sich meine Erlebnisse vom gestrigen Tag an. Alles sprudelte noch mal aus mir raus, mit Cher auf der Polizeiwache, von der gesendeten Radionachricht bis hin zum Punkt, was ich mir alles noch aufgeschrieben hatte. „Zeig mal Deine Notizen her, vielleicht fällt mir noch was ein“, mit diesen Worten überflog er meinen Zettel. Es wurde still in meiner Küche, da ich beim lesen nicht störend wollte, suchte ich nach der Telefonnummer von meinem neuen Vermieter am Niederrhein, eigentlich wollte ich so schnell wie möglich umziehen, nun konnte ich mich nicht von meiner Insel los reißen. In diesem Moment wurden meine Gedanken unterbrochen, da ich von Hans hörte: „Mir ist was eingefallen“ „ Was…. „ war mein erster Gedanke könnte Hans eingefallen sein……………..

Fortsetzung …………folgt………..

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Bundesbeamte sind in der heutigen Arbeitswelt schlechter dran als Putzfrauen und Prostituierte oder ?

Was haben diese drei Berufe auf dem ersten Blick gemeinsam ? Schauen wir doch mal hinter die Fassade und finden es heraus. Gleich zum Anfang meiner Geschichte darf nicht der Fehler gemacht werden, daß im allgemeinen diese Frage als „Stöhnen auf oberste Ebene“ abgetan wird, nur weil es bequemer ist mit Vorurteilen zu kokettieren und damit alles ab zu tun, was nicht gerade in unser Gedankenmodell, in unsere Arbeitswelt paßt. Putzfrauen und Prostituierte dürfen ablehnen, ein Beamter darf zur einer Aufgabe nicht nein sagen…….. Es war einmal……….

ein System in dem die Sauberkeit wichtig war, wer kennt es nicht, durch mangelnde Hygiene in Ämtern, Krankenhäusern und öffentlichen Toiletten könnten sehr schnell Krankheiten ausbrechen. Damit hier eine minimale Sicherheitsgarantie gegeben war, brauchten wir Reinigungspersonal in allen Bereichen und Orten, nicht zu vergessen die vielen Reinigungsaborte bei Autobahnparkplätzen. Früher übernahm diese Aufgabe der einfache Dienst in Kommune, Land und Stadt. Ausgestattet mit Schlüsseln kamen Reinigungskräfte überall hin, ganz klar diese Arbeitsgruppe war der Dienstverschwiegenheit verpflichtet. Fast unsichtbar versahen sie Ihre Arbeit in den Räumen und räumten somit Jahr für Jahr den größten Mist weg.

Bei Prostituierten sieht es nicht anders aus. Sauberkeit und Verschwiegenheit gehören zu Ihrem ausgeübten Beruf dazu. Viele leben unerkannt in der Anonymität mitten unter uns. Ihre besonderen Fähigkeiten werden nicht nur von den vielen wirtschaftlichen Unternehmen geschätzt, sie können sich meistens Ihrer Freier selbst aussuchen, sind ungebunden in Ihrem Arbeitsverhältnis.

Wie passen denn nun die Bundesbeamten hier hin. Ganz einfach in Krisenzeiten wurden und werden von den jeweiligen Regierungen Bordelle eingerichtet. Es ist und war ganz legal, ohne Ächtung und als völlig normal in der Bevölkerung angesehen. Selbst in der Politik wurden freizügige Beamte bei Buch- und Automessen eingesetzt. Natürlich ganz sauber mit dem Vorwand der Informationsbeschaffung und zum Wohle des Staates. Der Beamte muß seiner Pflicht nach kommen und wird hierfür alimentiert. Diese Zeit wird es nicht mehr so schnell geben, hoffe ich, da der kalte Krieg lange schon vorbei ist. Kommen wir zur Gegenwart.

Ein Schelm, der hier einen Vergleich wagt. Also decken wir den Mantel der Liebe darüber, hüllen uns in Schweigen und ignorieren die Tatsache, daß wir immer nur von guten Putzfrauen hören, den Escort Service in Zusammenhang mit Big Ben für was geschäftliches halten und Madame de Pompadour nur kommunikativ für Ihren König unterwegs war. Kommen wir und drehen an diesem Punkt alles um, da es nicht mehr produktiv und Gewinn bringend ist, solche nicht effektiven veralteten Arbeitsabläufe zu tolerieren. Wir privatisieren und schaffen die öffentlichen Reinigungskräfte ab, die Liebesdamen- und Herren werden sich selbst überlassen……und was machen wir mit den Beamten ?

Welcher Vordenker in Wirtschaft, Politik oder Lobby hat sich ausgedacht diese treuen Staatsdiener ganz zu privatisieren, aber es ist so gekommen. Aus puren Finanzdenken wurden alle Reinigungskräfte bei den Behörden abgeschafft. Nun können schlechter bezahlte Putzfrauen und Putzmänner in ehemals staatlichen Organen sauber machen, es lebe der billige Subunternehmer. Eine überprüfbare Sauberkeit an den Arbeitsstätten wird meistens mit einem Din A4 Bogen bescheinigt. Mit einem minutiösen Plan fahren die guten Geister von einer Stelle zu anderen und sind froh, wenn hier der Mindestlohn bezahlt wird. Zur Beruhigung des Bürgers sage ich hierzu: „Keine Angst, es ist gut so wie alles gesetzlich geregelt wird, wir nehmen es fortan Minilohnempfänger“, wenn ich mich nicht irre. Es liegt nicht an der einzelnen Putzkraft, wenn die gemeinschaftlichen und öffentlichen Toiletten ab und zu mal geputzt werden.

Meine verehrten Liebesdiener auf Zeit haben mit der Privatisierung keine Probleme, in unserer momentanen Arbeitswelt können sie freier agieren. Wenn es auch immer schwerer fällt zahlungswilliges Publikum zu finden. Diese weitaus unbekannte Arbeitsgruppe ist sehr anpassungsfähig, wenn auch nicht überall anerkannt.

Meine Bundesbeamten tun sich mit dem Wechsel in eine private Arbeitswelt deutlich schwerer. Sie werden behutsam durch Gesetzesänderungen ( am Beispiel Neuregelung des Postpersonalrechtsgesetzes ) darauf aufmerksam gemacht, daß sie bundesweit einsetzbar sind. Da Papier geduldig ist, werden Standortoptimierungen von den heutigen ehemaligen Behörden beschlossen. Was eine Putzfrau und eine Prostituierte dürfen, darf ein Beamter noch lange nicht, ich meine, der Beamte darf sich nicht freiwillig auf eine unterbezahlte Stelle bewerben. Es darf sich auch nicht seinen Freier, Entschuldigung, seinen neuen Dienstherrn / Aktiengesellschaft oder GmbH selber aussuchen. In alter Dienst Hierarchie ist der Beamte in diesem kleinen Kosmos gefangen, er muß nach Erlaubnis fragen, bevor sich auf andere Dienststelle bewerben darf und das bei seinem alten Dienstherrn. Wie war das noch mal mit freier Entscheidung in der Berufsauswahl ? Wenn er die Erlaubnis bekommt, nimmt unser treuer Diener freiwillig längere Wegzeiten, dadurch bedingt netto weniger Besoldung in Kauf. Wenn er doch bereit ist und in die private Arbeitswelt wechselt, rechnet er auch mit späteren Verlusten in der Pension, da er nicht in die allgemeine Rentenkasse eingezahlt hat, muß er nach zahlen. Als Beispiel, wer 1963 geboren ist, sich für den Staatsdienst entschieden hat, würde sich beim freiwilligen Wechsel und ohne materielle Unterstützung als Einzahler ( die Rentenbeiträge selber nach zahlend) eine Summe in von ungefähr 1.400€ erarbeiten, im Gegensatz zur seiner Beamtenpension, in der ein Betrag von 1.800 € zu erwarten wäre. Das heißt wenn bis 65 Jahre gearbeitet wird. Vorausgesetzt es bleibt so wie es ist, denn was sich alles bis 2027 in Sachen Rente und Pension ändern kann, das steht in den Sternen.

Natürlich ist bei eigener Recherche alles individuell überprüfbar. Wer beim nächsten Mal eine dieser arbeitenden Berufsgruppen wie eine Putzfrau sieht, sollte sich fragen, ob sie diese Arbeit freiwillig macht? Warum die „Schönen der Nacht“ nicht allgemein respektierte Menschen in der Gesellschaft sind und warum Beamte so einen schlechten „Ruf“ haben……………

für alle die bei sich bei diesem Thema nicht angesprochen fühlen…eine visuelle Unterstützung in unsere Gesellschaft

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Start in die Woche. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Grand Prix Eurovision de la Chanson, Eurovision Song Contest

In ein paar Tagen geht es los, der europäische Song Contest der Lieder und Songs startet wieder. Eine kleine Vorfreude steigt in mir schon Tage vorher auf, denn seit 1974 habe ich kaum eine „de la Chanson Veranstaltung“ verpasst. Wenn die Eurovisionshymne ( „Te Deum – Marc-Antoine Charpentier ) erklingt, sitze ich wie früher vom Fernseher und genieße jeden Moment. Als roter Faden, eine frühere Geschichte von mir……

https://erdigorchfock.com/2015/01/18/alles-tutti-frutti-mit-disco-und-musikladen-eine-zeitreise-in-sachen-musik-und-fernsehen/

Alles fing bei mir mit Brighton an. Meine Eltern und ich saßen auf dem Sofa in der Wohnzimmerküche. Es war gemütlich, mein Vater und ich futterten die frischen Apfel- und Birnenstückchen, die uns meine Mutter zubereitete, natürlich mit echten zweizackigen Bakelit Obstgabeln. Unser Schwarzweißfernseher sendete flimmerfrei, es brauchte niemand an diesem Abend die auf dem Dach installierte terrestrische Fernsehantenne zu justieren. Es waren immer besondere Abende, wenn Fernsehsendungen gleichzeitig mit anderen Ländern ausgestrahlt wurden. Schon beim einsetzen der Eurovisionsfanfare war pure Spannung angesagt. Zum ersten Mal hörte ich die einzelnen Punktwertungen in den verschiedenen Sprachen. Für die deutschen Vertreter war 1974 nichts zu machen, „Cindy und Bert“ holten mit der ‚Sommermelodie‘ einen der letzteren Ränge. Eine schwedische Gruppe holte sich mit Waterloo den ersten Platz. In diesen Nacht träumte ich von „one Point for West Germany, dix points pour Suède, twelve points to United Kingdom, une point du Allemagne“. Ich wachte am nächsten Morgen auf und war ABBA Fan.

Bis 1982 haben wir fast immer nur Punkte im einstelligen Bereich von den lieben Nachbarländern bekommen. Ob Mannheimer Rockröhre Joy Flemming oder Les Humphries Singers, wir erreichten den ersten Platz nicht. Was Lena Valaitis 1981, trotz Daumen drücken nicht gelang, gewann dann Nicole mit ein bißchen ‚Frieden‘. In den nächsten Jahren bekam ich wieder unsere Grand Prix Kost zu spüren. Regelmäßig lagen wir im unteren Drittel der vortragenden Länder. Aber auch Achtungserfolge, wie mit der Gruppe ‚Wind‘ waren dabei. Drei Jahre von 1998 bis 2000 schickten wir auch lustige Interpreten ( Gildo Horn, Sürpriz, Stefan Raab) ins Rennen um den Eurovisionstitel, als wollten wir den anderen Ländern damit zeigen, daß uns sehr viel daran liegt dabei zu sind und wir nicht alles so „Bier ernst“ nehmen. Natürlich ist es immer enttäuschend, wenn super Gruppen wie ‚Texas Lightning‘ oder ‚No Angels‘ nicht gewinnen. Solange auf unserem Satellite Sänger wie Lena Meyer-Landrut erfolgreich für uns streiten, schaue ich mir die Show an, auch wenn ich nicht immer alles verstehe, was da gesungen wird.

Was mir immer noch gut gefällt, sind die Vorstellungen der einzelnen Länder, die gekonnt dargestellt werden.

Wenn sich unsere deutschen Sangeskünstler immer im klaren sind, daß ein gewählter Vertreter auch am Song Contest mit machen soll und es nicht zu verwirrende Situationen im Vorfeld beim Vorentscheid Sieger kommt, sehe ich meine lieb gewonnene europäische Musikshow gerne an. Naschereien und Musik gehören für mich seit 1974 als Ritual dazu und wer weiß, vielleicht schneidet unsere Interpretin Ann Sophie mit Ihrem Black Smoke 2015 besser ab, als unsere Nachbarn punkten können……….

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Auf einmal Autor ? Mein Erstlingswerk Nach(t)gedanken ist da…..

He, das ist ja Ding und kaum zu glauben, von Kommentaren zum Zeitgeschehen über die alltäglichen Dinge, die einen ( mich ) aufregen, natürlich auch Ereignisse die ich schön finde, zur eigenen Seite und jetzt ist mein Buch im Laden. Na, verpacke ich es mal in eine Kurzgeschichte und stelle mich als Autor vor.

Sich selbst beschreiben ist eine harte Nuß, lieber lasse ich meine Geschichten für mich sprechen. Ich liebe das Spiel zwischen den Zeilen. Ob in meinen Erinnerungen, meinen erlebten Situationen oder im normalen Alltag Mein Feuilleton ist breit gefächert, ich nehme die lieben Mitmenschen und mich selber gerne auf ’s Korn, oder besser gesagt unter die Lupe, leidenschaftlich gerne schreibe ich Märchen. Frei und ungezügelt wird nach gedacht bis in die Nacht…………..ein gelebtes Motto, wer weiß ?

In Hamburg 1963 geboren, verbrachte ich meine Schulzeit, Jugend und die ersten Arbeitsjahre auf meiner Elbinsel Finkenwerder ( es bleibt für mich eine Insel, auch wenn mir dieser Status durch Abdeichung der Süderelbe, Bau des neuen Elbtunnels und einer Köhlbrandbrücke genommen wurde ). Im Laufe der Zeit, als Beamter tätig, verheiratet, lebe ich nun am Niederrhein in NRW.

Wenn es meine Zeit zu lässt, spiele ich Skat, leide mit dem Fußball und St, Pauli mit, fahre Rad und gestalte Videoclips.

Zur visuellen Verstärkung ein kleiner Ausblick auf meinen youtube Kanal.

Wer mehr wissen möchte ? kein Problem. Da ich den ganzen Tag arbeits- intensiv bedingt so viel telefoniere und in meiner Freizeit das Telefon und sonstige „Hangouts“ meide, biete ich für jeden eine schriftliche Möglichkeit zur Kontaktaufnahme an. Auf meiner Webseite ……oder auf google+ …. …. auf Goodreads, bin ich zu finden. Fragen versuche ich zügig zu beantworten.

Mein geschriebenes Erstlingswerk Nach(t)gedanken ist im Buchhandel zu finden unter;

Nach(t)gedanken

Erdi Gorch Fock

Kurzgeschichten von einem exillebenden Hamburger

ISBN 9783734781100

Verlag Books on Demand GmbH, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt

Natürlich kann es auch auf diversen Internetverkaufsportalen bestellt und erworben werden.

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ErdiGorchFock63

Berufsanfang, Einblick in den Innendienst und nur weibliche Umkleideschränke für mich….

So ganz nebenbei, heute vor einem Jahr habe ich meine erste Kurzgeschichte geschrieben. Ein Rückblick auf 12 Monate wäre langweilig, deswegen werde ich bei dieser Geschichte einen Einblick in den Innendienst gewähren, wo ich vor langer Zeit angefangen habe, als „das Fräulein vom Amt“ in männlicher Form. In den 1980′ zigern wurden die reinen Frauendienststellen bei den Behörden in Hamburg aufgelöst. Für mich, damals jung und unerfahren, begann eine Reise in eine unbekannte Welt. Für die werten Leserinnen vielleicht was zum lächeln, für die ersten eingestellten Männer unter uns nicht gerade unproblematisch mit so viel Weiblichkeit um zu gehen.

Frisch von der Schule, am ersten Tag im August, machte ich mich zum Gänsemakt auf. Ich wollte am Einstellungstag pünktlich bei meinem neuen Dienstherrn sein. Um 06:00 fuhr ich mit dem Bus zum Dampferanleger, ungeduldig fieberte ich meinen Arbeitstag entgegen.

Endlich an der Drehbahn angekommen, ging es vorbei am Pförtner hinauf zur Personalstelle. Als ich die Türe vom Besprechungsraum aufmachte traf mich der Schlag. An den Tischen saßen über 20 Frauen. Ohne lange zu zögern und mit festen Blick setzte ich mich auf irgend einen Stuhl in diese Runde und staunte. Es dauerte ein paar Momente bis ich die zwei anwesenden männlichen Berufseinsteiger bemerkte. Etwas blass um die Nase vor sich hin grinsend. Vor jedem von uns lag eine Mappe, mit wichtigen Unterlagen, bestehend aus Dienstausweis, Abeitsvertrag und Kontoeröffnungsblättern, einem Stellenverzeichnis mit Raum und Etagennummern und dem wichtigen Treueeid Formblatt. Zur Begrüßung folgten einleitende Worte von der Personalchefin, in Ihrem Vortrag erzählte Sie von Grundlehrgängen, Aufbaulehrgängen und der abschließenden Beamtenprüfung, die in den nächsten Jahren auf uns zu kamen (- hierzu meine Geschichte Wer ist meine liebste Freundin ) Leicht abgelenkt verfolgte ich diesen wertvollen Beitrag, denn die seuten Deern’s am runden Tisch sahen alle klasse aus. Ganz weit entfernt hörte ich auf einmal…… „ die Kleiderordnung ist zu beachten, feste Schuhe und flache Pumps sind in Ordnung, Miniröcke und Highheels gehören nicht dazu…….“ Schade dachte ich, mein lächelndes Gesicht sprach Bände und die Vorstellung gefiel mir, ein Blick von Frau Fernmeldeoberrätin des Personals streifte mich und ein eiskalter Schauer durch fuhr meinen ganzen Körper. Es folgte der Schlußteil der Rede, mit der Unterschrift unter dem BAT Arbeitsvertrag und dem Gelöbnis des Amts-und Treueeides:

Ich gelobe, Ich werde meine Dienstobliegenheiten gewissenhaft erfüllen und das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland so wie die Gesetze wahren“

Nun konnten wir alle unsere neuen Dienstellen aufsuchen. Ich hatte Glück und kam im Wirrwarr der Gänge und Flure schnell in meine neue Abteilung. Meine neue Gruppenleiterin stellte mir beim ersten Rundgang durch die Räume meine neuen Kollegen vor. Es waren alles Frauen und ich war der erste männliche Kollege in dieser Stelle.

Meine neuen Kolleginnen erklärten mir meine neuen Aufgaben, zum Schluß zeigten sie mir meinen Schrank im Raum, wo ich meine Kleidung unter stellen konnte. Um es ganz deutlich zu sagen, die Umkleideschränke standen im Arbeitszimmer. Kein Extraraum, oder Trennungstür und keine Möglichkeit was zu verbergen beim umziehen. Null Privatsphäre für mich. Wie ich die Schranktüre aufmachte bekam ich einen weiteren Hieb versetzt. An der Innenseite der Türe begrüße mich das Profil von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und das Bild von Randy West in voller Centerfold Größe des Playgirls Magazins.

Ja, es war ein ganz besonderer Willkommen Gruß, den ich lange verdauen mußte. Als James Bond und Playboy Fan zu dieser Zeit revanchierte ich mich mit Marilyn, Ursula, Bea Fiedler usw. Heute hängt in den Schranktüren kein Bild mehr und solche Umkleideschränke sind auch nicht mehr in den Arbeitsräumen gebilligt, irgendwie schade, den ich würde mir jetzt mir Diosa in den Schrank hängen.

Videoclip von meinen youtube Kanal

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ErdiGorchFock63

Im Reich von 1001 Nacht, der geizige Schindna baut einen Garten in Rekordzeit……

——–Teil I—————

In den Bergen des Kalemanszus, wollte der Sultan Schahrayâr ein Stück Land gestalten. Viel Arbeit für die Untertanen, diesen steinigen und gleichzeitig sumpfigen Acker zu bearbeiten und daraus einen schönen Garten zu machen. Im neuen Jahr sollte der Garten fertig sein, es wurde nach dem königlichem Gartenbaumeister Schindna gerufen……….

Es war einmal am königlichen Sultanat am “Palast der Winde”, ein steiniger Ackerboden, der dem Sultan nicht gefiel. Es sollte ein herrlicher Garten darauf entstehen. Für diese Arbeit holte sich Schahrayâr den über die Grenzen bekannten Gartenbaumeister Schindna. Schahrayâr erklärte Schindna, daß der Garten im Frühling fertig sein sollte. Der Gartenbaumeister, ein Mann der sich in Fauna und Flora bestens auskannte, war auch für seinen Geiz berühmt. Er stellte immer so nur soviele Gartenhelfer und Landarbeiter ein, wie unbedingt nötig waren, um in der kurzen Zeitspanne von Dezember bis April rechtzeitig fertig zu werden. Mit einer Handvoll Arbeiter wollte Schindna dieses Großprojekt schaffen.

Es fanden sich zwei Gartenhelfer, die mit einem Dinhar entlohnt wurden und zwei Landarbeiter, die zwei Dinhar am Tag bekamen. Der steinige und sumpfige Boden wurde fortan mühselig bis zum Anbruch der Dunkelheit bearbeitet. Als erstes sollte eine Steinmauer den Garten abgrenzen. Die Steinhecke wurde und wurde nicht fertig, da die bezahlten Untertanen trödelten. Schindna wußte nicht was er machen sollte, in seiner misslichen Lage suchte er Rat beim Großwesir Mandaragat. Der Großwesir hörte sich alles an und kam auf die Idee, daß Schindna einen Aufpasser brauchte, der die Arbeiter kontrollieren sollte. “Welch ein Glück”, sagte Mandaragat zu Schindna “ das ich den richtigen Mann, meinen Freund, den grausamen Dindgessan zu Besuch habe. Er ist gerade auf dem Markt und hilft meiner Frau Erdana beim Einkauf. Wenn er wieder da ist, werde ich mit Ihm reden, er schuldet mir noch ein Gefallen, sei unbesorgt Schindna, für fünf Dinhar wird mein Freund Dein neuer Aufpasser werden.” Schindna ging geschockt, durch die bevor stehenden neuen Einstellungen eines weiteren Arbeiters, nach Hause. Freuen konnte er sich nicht, da das Gartenprojekt mehr kostete, als Ihm lieb war.

Nachdem der Gartenbaumeister gegangen war, kam Dinharazade aus dem Nebenzimmer, sie hatte das ganze Gespräch der beiden Männer mit angehört. Vorwurfsvoll schaute Sie Ihren Vater an. Sie konnte nicht glauben, das Mandaragat so einem Geizkragen helfen wollte und wer war dieser Dindgessan ?

Erdana freute sich, heute war Ihr jüngerer Bruder Wassiliki aus dem fernen Keftiu angekommen. Er war ein kräftiger großer Mann. Vergnügt strommerten die beiden über den Markt, sie hatten sich viel zu erzählen, aus früheren Zeiten, als er noch mit Ihren Mann gemeinsam über die Meere fuhr und unzählige Abenteuer bestehen mußte. Nun als Kapitän seiner eigenen Karavelle, in der Gegenwart, hatte er sich auf den Transport von Safran und anderen Kräutern spezialisiert. Nachdem eine kleine Pause im Basar gemacht wurde, traten sie den Heimweg an. Schon vom weiten hörten sie Dinharazade lautes lachen aus dem Haus am See. Bestimmt hatte Mandaragat eine Geschichte erzählt. Neugierig und gespannt, welches Abendteuer erzählt wurde, machte Erdana die Wohnstubentüre auf.

——–Fortsetzung folgt—————

Bis zun nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Samstag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

ErdiGorchFock63

Weihnachten……..Weihnachtskarten schreiben, oder nicht ?….Zeit der Reflexion………

Das Jahr geht mit großen Schritten zu Ende. Für jeden von uns ist es mit Höhen und Tiefen verbunden. Zum ersten Mal, schreibe ich keine Weihnachtskarten mehr oder doch oder nicht, nun ich habe mich entschlossen, ich schreibe. Solange bis es keine Karten mehr gibt, aber was mache ich dann ? Vielleicht sollte ich die Form der Versendung ändern……

Früher bin ich schon Tage vor Weihnachten durch die Stadt und Gassen gelaufen, um ein paar schöne Weihnachtskarten zu bekommen. Manchmal wurden noch schnell Fotos entwickelt und kleine Geschenke besorgt. Es sollte ja alles rechtzeitig beim Empfänger angekommen. Bevor es richtig los ging, mußte jedes Jahr das Adreßbüchlein aktualisiert werden, der Füller wurde dabei gleich einmal im Jahr mit sauber gemacht, denn in alter Tradition werden Karten und Briefe nicht mit Bleistift oder Kugelschreiber geschrieben, das ergibt kein schönes Schriftbild oder ?

Bei einer schönen Tasse Kaffee schreibend, bekommen die Nachbarn die einfachen Karten. Ein paar Worte ala “Frohe Weihnachten”, kein Umschlag, kein Porto, da die Karten vom Schreiber selbst zugestellt werden. Bei den intensiveren Kartengrüßen an Freunde und Familie, wird sich mehr Zeit genommen und detaillierter beschrieben, mit einem schönen inhaltlichen Ablauf versehen, was, wann, wo über die Feiertage und den bevor stehenden Jahreswechsel gemacht wird. In so stillen Momenten nehme ich dann Abschied von meinen lieben, die in diesem Jahr von mir gegangen sind.

In Zukunft und als guten Vorsatz für das Neue Jahr werde ich mehr auf meiner Website einstellen. Für den Anfang und passend zur Zeit, fange ich mit einem Weihnachtsgruß an:

Meine lieben Leserinnen und Leser, die Feiertage stehen vor der Tür und das Jahr geht nun mit schnellen Schritten zu Ende. Ein paar Grüße und ein großes Dankeschön an alle Abonennten für Eure Kommentare zu meinen Geschichten. Bleibt mir gesund und munter und kommt mir gut durch den Winter. In der Hoffnung, daß Eure kleinen und großen Wünsche in Erfüllung gehen, wünsche ich Euch ein frohes Fest und Guten Rutsch ins Neue Jahr. Genießt die schönen Stunden im Kreise Eurer lieben. Liebe Grüße Erdi”

Bis zun nächsten Mal, wünsche ich einen schönen vierten Advent. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

ErdiGorchFock63

Scheherazade, Dinharazade, Geschichten aus 1001 Nacht“Wie heißt die kostbare Prinzessin“? Teil III

…………. dritter Teil…………………

Während dessen im Palast wurde……………………………

…. ein großer Kessel mit Rosenwasser direkt in den Garten geschoben. Der wohltuende Geruch legte sich über die festlich eingedeckte Tafel nieder. Shana und Erdana führten Schahrayâr zu seinen Platz, setzten sich neben Ihm als seine Tischdamen dazu. Nach den verschiedenen Vorsuppen und dem frischen Nargessi, sollte der Hauptgang nun am See eingenommen werden.

Auf dem See wurden die kleinen Windlampignons gelöst, langsam stiegen sie dem Himmel entgegen, die Musik auf der Bühne fing an. Die Geschichte konnte beginnen. Der Sultan war sehr gerührt. Keine Aktion entging Ihm. Eine seltsam verlumpte Frau kam auf die Bühne. Ihr gekrümmter Rücken, der langsame Gang und Ihre alten Hände zeigten jedem, daß sie schon lange auf dem Feld gearbeitet hatte. Sie bückte sich und lockerte die lehmartige Erde auf, die auf der Bühne vestreut war, steckte was hinein in die gemachten Rinnen, verschloß und trammpelte die Furchen wieder fest, nun richtete Sie den Kopf auf und sprach mit derm Publikum: “Die wunderschöne Prinzessin möchte Hauptfrau werden”, Ihre Stimme krächste, “noch kein Sultan hat es bisher geschafft, Ihren Namen zu erraten”, wer stellt sich dieser Herrausforderung ? Die Musik verstummte und alle Anwesenden sahen auf Schahrayâr.

Thorus entfachte am letzten Lagerfeuer seinen Kräuterrauch, als er die aufsteigenden Lampignons sah: „Gerade noch rechtzeitig“, dachte er. Der Wind drückte den Rauch die einzelnen Bergwege runter zum See, verhüllte alles in einem Nebel, selbst der Palast der Winde war von den Bergpfaden nicht mehr zu erkennen. Nun kam es auf Scheherazade an.

Der Sultan war vom Auftakt des Stückes hin und her gerissen. Er mochte spannende Geschichten. Er schob seinen Teller Tschelo Kabāb beiseite und willigte mit den Worten ein: “So machen wir es, errate ich den Namen, bevor der Morgen graut, so ist es um Dein Schicksal gesehen”, mit einer Handbewegung zog er seinen Säbel und stach mit der Spitze in die Mitte des Tisches ein. Dies war ein untrügliches Zeichen für alle, jeder wußte, was geschehen würde. Erst langsam began die Musik wieder einzusetzen und die Erzählung konnte weiter gehen.

Vom See her wurde die Bühne mit einem duftenen Nebel umhüllt. Der Boden war nicht mehr richtig zu erkennen. Die alte Frau ging schwerfällig zur Bühnenseite. Fast am Ende angekommen, drehte sie plötzlich auf dem Absatz um und mit einem Klatschen in Ihre Hände verschwand sie in einer Rauchwolke. Die braune Lehmerde bewegte sich, unter den nicht sichtbaren Luken tat sich der Boden der Bühne auf. Die Zuschauer waren begeistert, denn dutzende Tänzer und Tänzerinnen kamen in vielen weissen Schleiern kostümiert heraus, tanzten, streuten Erde in aller Himmelsrichtungen.

Eilig und unbemerkt erreichte Scheherazade den hinteren Bühnenteil. Hier wartete Thorus schon. Er übergab Scheherazade ein Kästchen. Das Kästchen verschwand unter Scheherazade’s Verkleidung. Es war Zeit für Dinharazade’s Auftritt.

Die Tänzer und Tänzerinnen bildeten eine geschlossene Reihe, tanzten zum Steg am See hinüber. Der Nebel wurde etwas durchsichtiger, die 6 beleuchteten Bergwege waren nun besser zu erkennen. Wie mit Zauberhand waren alle Tänzer verschwunden, eine Tänzerin war übrig geblieben. Sie bewegte sich mit leichten Schritten wieder zur Bühnenmitte.

Dinarezade.07.12.2014

In Ihren lila Sari wurde sie sofort vom König Kalemanszus erkannt, es war Dinharazade.

Es ertönte ein Gongschlag.

Der Vorhang fiel und eine kurze Pause wurde mit dem leichten Klang der Daira’s und Sitaren eingeläutet. Viele Bedienstete servierten nun den Nachtisch. Der Sultan ließ sich das Baghlavā und den süssen Reis schmecken. Mandaragat schlug den Bühnengong wieder, der Vorhang ging auf. Dinharazade und Thorus nahmen am Tisch des Sultans Platz. Schahrayâr begrüßte beide herzlich. Nun konnte er sich doch denken, wer die wunderschöne Prinzessin war.

Auf der Bühne traten die Tänzer nun mit lila weissen und orangen Kostümen auf. In Ihren Tanz umrundeten sie die alte lumpige Frau, eine lila rotorange gefärbte Wolke stieg langsam aus der Bühnenmitte hervor und fiel auf die ganze Tänzergruppe.

Shererazade.07.12.2014

Es flogen rotorange Schleier durch die Luft und plötzlich stieg aus dem inneren dieses eingefärbten Kreises Scheherazade hervor.

Sie drehte sich um und ließ den schmutzigen Sari fallen. Sie streckte Ihre Hand mit einem Kästchen in den Himmel empor. Alle Lichter und Lampen erloschen auf der Bühne. Nun mußte Schahrayâr erkennen, daß die Sonne gerade aufging. “Wie heißt die wunderschöne Prinzessin ?“ fragte Scheherazade den Sultan und zeigte hierbei auf Ihr Kästchen. Schahrayâr wußte keine Antwort darauf, so sagte der Sultan zu allen Anwesenden, daß heute keiner geköpft würde, er habe Scheherazade erkannt und Ihre Geschichte hätte kein Ende gehabt, somit müßte die Erzählung heute Abend weiter fort gesetzt werden. Mit einer Erleichterung wurde diese Aussage von Shana und Ihren Verbündeten zu Kenntnis genommen. Es folgten noch fast 1000 Erzählungen. Schahrayâr nahm Scheherazade zu seiner Erstfrau und so lange er lebte köpfte er niemanden mehr.

………………….Ende…………………..

Bis zun nächsten Mal, wünsche ich einen schönen dritten Advent. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

ErdiGorchFock63