John Glossi auf den Spuren des Walpurgisnacht Mörders Teil III

Eine Spur in nichts

Nachdem sich alle im Cafe Bauer angeregt bis zum ersten Sonnenstrahl unterhalten hatten, war es Zeit langsam in die Koje zu verschwinden. Bubi kam wie gerufen, etwas erstaunt schaute er in die illustrate Runde am Stammtisch. Alex kam mit frischen Kaffee aus der Küche, „Na min Seuten, wat hebb wi denn hier in de Stuuv?“, dabei schnappte sich Bubi die ersten Hocker und stellte sie beiseite. „We sünd man nich duun, nu beten dösig“, machte Alex Bubi klar, „un John wüll mit di allens püükfein moken“. Bubi nahm es Kopf nickend zu Kenntnis, sperrte die Schankraumtür und die Fenster weit auf, eine leichte frische Luftbrise nahm es im ungleichen Kampf mit dem zähflüssigen nach draußen strömenden Rauchschwaden auf, schleppend löste sich der Dunst der vergangen Nacht in der Gaststätte. Ein paar Minuten später kamen John und Malte vom Bäcker, der Duft von Rundstücken verfehlte nicht seine Wirkung. Allmählich im Schneckentempo gaben Luana und Cia erste Lebenszeichen von sich, von Ihrem provisorisch eingerichteten Schlafbank räkelnd, „Che cosa una notte“, wurde Luana am kreisrunden Tisch langsam wach, „I agree with you, Mama, wo ist Malte Mouse?“, Ciara tastete nach einer vollen Tasse Kaffee, die Alex mit dem nun gemachten Teller Brötchen vor Ihr hin gestellt hatte. Ein lautes Hupen erklang vom Eingang des Lokals. „Oh man Michel, he weer so sprüüttenduun, das wir Ihn in John’s alten Lieferwagen gelegt haben“, damit verschwand Malte, er wollte Michel Föltz aus dem Wagen helfen. „Bubi kannst Du Dir vorstellen, der Michel hat so laut geschnarcht, daß wir uns nicht mehr unterhalten konnten“, versuchte Alex zu erklären. Essa è stata autodifesa“, machte Luana Bubi klar, „Ho appena significa…es war Notwehr, mein Lieber, sonst hätte es hier noch eine…also wurde Opa umgebettet“, mit den Fingern umfasste Sie Ihren Hals und deutete an zu zu drücken. Bubi konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, kannte er doch das Temperament der Comtessa, Luana würde nie einem Freund was antun und Opa Föltz schon gar nicht.

Nach dem Frühstück brachte Malte Michel, Luana und Cia zum Rüschkanal. Der alte Föltz verzog sich gleich in seine Werkstatt, er wollte sich verschiedene Metalle anschauen, um heraus zu finden welche Werkzeuge eine flach zulaufende Schneide hätten. Luana und Cia gingen die letzten Meter zu Ihrem Wohncontainer, der gleich neben John Kombicontainer stand. Bevor die Gräfin Ihre Ruhe genießen konnte, wandte Sie sich zu Ihrer Tochter, „Cia fahre nachher noch mal bei Alex vorbei, ich habe vergessen mich beim Turnier an zu melden, hast Du die Telefonnummer von Iris Fischer?“. „Si Mom“, Cia schrieb die gewünschte Nummer auf einen Zettel, „…liegt auf dem Nachtisch Mom, Ich mache mich fertig und fahre noch ein wenig mit Malte zum schwimmen an die Süderelbe“. Luana nickte aus dem kleinen Badezimmer, verabschiedete sich mit „la amore“, von Ihrer davon eilenden Tochter. Alex verzog sich in die oberen Räume des Lokals, mit den letzten Gedanken an Ihr bevor stehenden Dartturnier am ersten Mai schlief Sie fest ein. Während dessen konnten sich John und Bubi Ihr Tageswerk vollbringen, den Augenblick nutzend, frage John: „Na Bubi, hast Du was raus gefunden?“. „Tja an der lütten ist was dran, Selina Loren paßt nicht wirklich ins Ordnungsamt Finkenwerder John, viel zu hübsch“, dabei zeichnete er zur Untermalung mit seinen Händen die körperlichen Ausmaße der besagten Person in die Luft,“…jedenfalls haben wir die Genehmigung unsere Veranstaltung zu machen“, Bubi schaute zur aufgehende Schanktür. Malte und Cia betraten die Gaststätte, melden sich für das Dart Tunier an. „Was ist mit Luana?“, wollte Bubi von den jungen Turteltauben wissen. „Ach ja natürlich, habe ich fast forgotten“, mit unschuldigem Blick, versuchte Cia die Situation zu retten, „Also wie viele Personen insgesamt kommen heute Abend, my Lady in Black“, Bubi konnte sich diese Anspielung nicht verkneifen, da Ciara umwerfend im Taucherjacke und Bikini aussah und Sie damit beschäftigt war die richtigen Worte zu finden. „Äh , yes once Malte, ich, Mom, my dear grand friend John und…“, weiter kam Sie nicht, da Michael Föltz durch die Tür eintrat und mit einem lauten, „Stammdisch för uus allen un de Comtessa betolt, fertig Cia, so mogt wi dat“, die Bestellung beendete. Ciara nickte, dabei bemerkte Sie die kleine Tüte die Michel Föltz bei sich hatte. Ohne sich zu erklären, legte Michel den kleinen Jutesack auf die Theke. „So un nu futsch mit jau“, machte Opa Michael Malte klar. „Komm Cia, lasse die Herren alleine, wenn es wichtig ist, wir sind an der Süderelfe zu erreichen“, dabei zog Malte Cia hinaus zum Ausgang, „Süderelv hett dat, Du Dünnschieter“, schmunzelte John, „Also, wo waren wir Bubi“, dabei tippte er auf seine Kaffee Tasse, Michel verstand diese Geste und bestellte sich bei Bubi auch einen Kaffee mit Schuss.

Nach einem kräftigen Schluck aus der Kaffee Tasse erzählte Bubi, wie er im städtischen Kundenzentrum war. Den drei Freunden war schon klar, das es schon seit Jahren Bürgeramt Finkenwerder Kundenzentrum – Mitte – Außenstelle hieß, aus alter Angewohnheit wurde es von den einheimischen Insulanern immer noch Ortsamt genannt. Ebenso verhielt es sich mit der ‚olen Wach‘, die nun Polizeidirektion-Süd-Außenstelle war. Durch die bevorstehenden technischen Arbeiten 02.05.2016 am Steendiek mußte Bubi warten, bis Selina Loren Zeit für Ihn hatte. „Wie ich schon sagte, eine sehr attraktive Frau, Sie führte mich gleich in das erste rechte Zimmer im Erdgeschoss, wo schon meine Genehmigung für unseren Tanz in den Mai ausgefüllt war. Ich glaube die Loren ist Französin, aus dem Radio habe ich so was wie Salü gehört“. „Du hest rechterhand seggt?“, warf Michel ein, nach einen strengen Blick von Glossi verstummte der alte Föltz. John hatte genug gehört, er konnte sich einem Reim machen, „…und hoffentlich hast Du diese Loren eingeladen Bubi“, damit bedankte sich John bei Bubi. Der Wirt freute sich, daß er seinem Freund helfen konnte, „Ja, habe ich gemacht, ich brauchte Ihr gar nicht zu erklären, wo unsere Gaststätte ist….“, Bubi schenkte noch einen Kaffee ein. Endlich konnte Michel seine Tüte aufmachen, zum Vorschein kamen verschiedene Werkzeuge und Messer, John holte aus Jackentasche den Bruchteil seines Metallstück heraus, wie von Geisterhand gelenkt, fühlte er innerlich nach seiner Milz, der Stich war für Ihn nach fast 2 Jahren immer noch deutlich zu spüren. Geistesabwesend hörte er Michel zu, wie er versuchte die einzelnen mitgebrachten Metalle in Zusammenhang mit John’s Bruchstück im Einklang zu bringen. „…ich tippe mal auf ein Biegemesser, würde auch zu den Birken passen, die bei den zwei Vorfällen gefunden wurden“, damit endete der kleine Vortrag von Föltz. Verwundert schaute John auf Michel, „Wie Du kannst Hochdeutsch sprechen Opa Michel?, Danke Michel, was mich stört, ich erkenne kein gemeinsames Motiv für diese Taten und warum wurde die Angestellte vom Ortsamt am Steendiekkanal ermordet?. Wie passt das alles zusammen?. Ich brauche eine Mütze voll Schlaf“. Damit nahm er sein metallenes Stück, steckte es zurück in seine Jacke. Mit einer seiner typischen Abschiedsgrüße „Bis nachher Ihr Säcke“, verließ er den Gastraum und machte sich auf zum Rüschi…

Solange bis der nächste Teil kommt, etwas Spaß von meinem Kanal

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich eine schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Nur eine Muse kann beflügeln und das Wochenende versüßen, oder ? ………….

Nach einer Woche Arbeit und des täglichen Stresses stand plötzlich das Wochenende vor der Tür. Freitag Abend, ich habe es geschafft. Was mache ich zuerst ? Erst mal Fernsehen an, mit einem Brotteller auf dem Sofa sitzend, schauen was es in der Glotze gibt. Ein paar Minuten später stelle ich fest, daß mich nichts interessiert was im TV läuft, irgendwie bin ich auch zu müde um mich mit dem Medium Fernsehen auseinander zu setzen. Meine Stimmung sinkt, selbst zum Musik hören, habe ich keine Lust mehr. Also mache ich mich Bett fertig …..ja ich weiß, ich bin wieder mittendrin…… also es war einmal…..

einer dieser Abende, auf die ich mich die ganze Woche gefreut habe. Freitag ist jener Tag, wo ich nach Hause komme und im Kreise meiner lieben bin. Gut gelaunt sitze ich auf dem Sofa und vertilge meinen frisch gemachten Brotteller. So kann es weitergehen, denke ich mir, bis ich im Fernsehen die Nachrichten anschaue. Informationen und Berichte prasseln auf mich nieder, eine ist schlimmer als die andere. Nein, darauf habe ich keine Lust, nachdem ich meinen leeren Teller in die Küche gebracht habe, kommt mir ein toller Einfall, warum nicht etwas Musik auflegen. Bei ‚Heart of Glass‘ von Blondie und Paula Abdul bin ich kurze Zeit später eingeknickt. Also, noch einmal auf rappeln, mich ins Bett bringen. Friedlich schlafe vor der Mitternachtsstunde fest ein.

Samstag für morgens, mal wieder habe ich vergessen meinen Wecker abzustellen, gleich gültig drücke ich den Ausknopf vom piependen Ungetüm. Ich nehme es als gegeben und nicht veränderbaren Zufall meines Zustandes an um diese Zeit frisch und ausgeruht zu sein. So mitten um 05:00 Uhr ist noch keiner von meiner Familie wach. Zeit für mich, „das muß genutzt werden“, denke ich so bei mir, mit Faultier artigen Bewegungen stehe ich auf. Schlurfend erreiche ich das Badezimmer, herrlich wenn es mal frei ist. Mit einem ‚Wish you was here- von David Gilmour‘ verteile ich im rhythmischen Takt Seife und Zahnpasta Platz deckend über Spiegel und Waschkommode. Mit einem gedachten „Das gibt bestimmt wieder Ärger von min Fruu“ entferne ich mich vom Ort des Schreckens. Leicht summend betrete ich die Küche und starte mit einer frischen Kanne Kaffee in den Tag. Mein Rücken und meine Nacken Muskeln sind noch leicht verspannt. Ein paar Dehnübungen später merke ich doch meine Jahre von 50 +. Ich bin eben kein Jungspund mehr, etwas Entspannung könnte vielleicht die selbe Wirkung haben, kommt es mir so durch den Sinn. Nicht lange überlegend, schalte ich das Radio ein. Unser Dorfsender berichtet auch nur Mist, denke ich mir so, mit den immer wieder gleichen schon 1000 mal gehörten Musikstücken. Immer das selbe, nicht mir mir, das mag ich nicht heute. Mit dem Kopfhörer bewaffnet drehe ich nun den Suchlauf bis zum Anschlag in die linken und rechten Ecken des Scala Bereiches meines Radios. In einem Moment der Stille küßt mich die Muse Thalia. „Warum nicht selber was machen, Schatz“. Schelmisch grinsend, ganz egal ob Britney Spears & Iggy Azalea, Buddy Guy, Tracy Chapman, „meine Musik muß her aber sofort“, Schluß folgere ich. Mit einer Butterstulle in der Hand krümele ich mich ins Bürozimmer. Hier werfe ich den Rechner an, Thalia flüstert mir was von Eros Ranazotti ins Ohr, genau diesen Gedanken hatte ich auch gerade, echote ich mir selber zu. Mit olympischen Gedanken und ‚High Energy‘ Geschwindigkeit von ‚Evelyn Thomas‘ bin ich bei der Sache. Im Internet fege ich durch die einzelnen Musikclip Anbieter. Endlich, meine abspielbare Liste meiner Musikstücke ist fertig.

Mittlerweile und Stunden später, lege ich eine kleine Pause ein. Gerade noch rechtzeitig, hoffe ich, erreiche ich das Bad, um alle meine Spuren zu beseitigen, als mich meine Frau mit einem herzhaften Pieck und einem wissenden Augenaufschlag in die Seite stubbst. Hier bin ich wohl zu spät gekommen, leicht füssig bewege ich mich Richtung Küche um meine Krümel zu beseitigen. Auch hier wurde ich ertappt, meine Aphrodite kommt aus dem Bad, liebevoll schiebt sie mich wieder ins Bürozimmer zurück. „So und hier bleibst Du, ich bin gleich wieder da, schreibe und stelle Deine Playliste auf öffentlich und speichere es ab“ kommt es bestimmend von meiner Frau heraus. Mit einem brummenden ‚La vie en Rose‘ auf den Lippen mache ich es mir wieder auf der Hängematte bequem. Grace Jones wird darauf in meiner Hitliste eingefügt, wie konnte ich nur diese jamaikanische französische Sängerin Grace Mendoza vergessen. Auf Kalliope’s Flügeln sitze ich nun in meinen Bürozimmer und unterhalte mich mit mir selbst. Nachdem ich zwei Videos bearbeitet habe, verabschiedeten sich ein großer Teil meiner olympischen Musen. Beim Mittagstisch gesellte sich Klio zu mir. Ja, ich sollte noch eine Geschichte schreiben. Aber erst mal wurde es Zeit für mein Mittagsschläfchen. Am Samstag Nachmittag konnte ich mich an der Fußballbundesliga im Fernsehen erfreuen, bis zum Abend analysierte ich Ergebnisse, ein einfach gelungener Tag ging sorglos zu Ende.

Meine Geschichtsmuse forderte ihren Tribut, schreibend am Sonntag mache ich mir Gedanken zu meiner neuen Kurzgeschichte. Ich wollte schon lange mal wieder was über Musik und Fernsehen schreiben. Rein philosophisch würde ich es aus meiner Sicht schreiben, einfach anfangen zu erzählen, zum Beispiel, wie ich am Freitag von der Arbeit komme und mich auf meine Familie freue und dann meine Leser und Leserinnen mit einem ausgedachtes Thema oder Titel wie „Haben Musen beeinflussende Kräfte?“ mit ins Boot holen. So oder so ähnlich könnte es klappen oder ? Am Beispiel von Kamakawiwo’ole (IZ) unnachahmlichen Stimme, würden mir bestimmt meine Sätze nur so über das Papier fliessen, vielleicht lasse ich diesmal das Ende offen, wer weiß, schade, daß der Sonntag immer so schnell vorbei geht und uns zu wenig Zeit bleibt für Klio , Thalia und Aphrodite in unserem Leben, nehmen wir uns mal Zeit zum abschalten. Fangen wir den Wochenstart gut gelaunt an und machen uns ein persönliches Montagsbingo mit Dingen, die wir nicht hören wollen. Treffen alle Punkte zusammen, rufen wir lauthals Bingo und gehen früher nach Hause, wäre doch vorstellbar oder ? Das Leben ist zu kurz um es griesgrämig zu erleben.

für alle die bei sich bei diesem Thema nicht angesprochen fühlen…mein youtube Kanal…

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Start in die Woche. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Alles Tutti Frutti mit DISCO und Musikladen…….eine Zeitreise in Sachen Musik und Fernsehen

Schon seit Kindertagen höre ich Musik. Geboren in einer Zeit, wo auf unserer Elbinsel Finkenwerder noch nicht jeder ein Fernseher hatte, war mein ganzer Stolz ein kleiner Plattenspieler. Ich hörte am liebsten Märchengeschichten. Einige Platten dudelte ich rauf und runter, so spannend waren die Erzählungen und die Musik, die am Anfang und am Ende gespielt wurden.

Im Laufe der Jahre verfolgte ich die Topsongs auf NDR 2 oder BBC im Radioäther, meistens durfte ich nicht so lange aufbleiben, vielleicht mit viel Verhandlungsgeschick ( das heißt: „rum trödeln beim Zähne putzen, Schultasche noch packen, Schluck Wasser holen usw.“) konnte ich noch bis zum Schluß die TOP 3 Songs im Radio hören, oft klappte es nicht……. Das änderte sich, als wir einen Fernseher bekamen. Nachrichten und Filme wurden geschaut und auch hier mußte ich schnell merken, daß leider die guten Musiksendungen oder lustigen Sachen später am Abend gesendet wurden, ohne Gnade hätte ich sonst mit meinem Kassettenrekorder und Mikrophon bewaffnet, die ganzen Sendungen aufgenommen bis in die Nacht, aber hier hatten wir ja lange Zeit von allen zwei Fernsehanstalten (heute unvorstellbar für die jüngeren Leser) einen Sendeschluß von ARD und ZDF. Die Nachtprogramme im Radio waren gerade erst eingeführt worden und kamen von ARD abwechselnd aus den regionalen Funkhäusern.

Nun ja, ich wollte eigene Musik machen, besser gesagt, das was die Moderatorin Uschi Nerke am Samstag Nachmittag im Beatclub machte, so was wollte ich machen. Tagelang war ich damit beschäftigt, von der Platte Musik auf Kassette aufzunehmen. Als richtiger Discjockey erwischte im Radio die angesagten Single Einspielungen von Slade, Neil Diamond oder Sweet. Wer so eine Aufnahme hatte, die nicht vom Verkehrsfunk unterbrochen wurde, war ein Glückspilz und konnte mit seinen Freunden Lieder austauschen.

Das Fernsehen meinte es später gut mit mir (oder waren es politische Interessen???) und die Disco mit Ilja Richter wurde auch am späten Nachmittag gezeigt. Endlich eine Sendung für mich und nicht so bieder wie die Hitparade, mit Dieter Thomas Heck. Hier konnte ich Suzi Quatro, Rubettes und ABBA sehen, ganz zu schweigen von „Lady in Black“ von Uriah Heep.

Was habe ich den Musikladen geliebt, es wurde von Radio Bremen spät ausgestrahlt. Manche Folgen konnte ich nur in den Ferien an schauen, aber die Mischung aus Go Go Girls und Uschi Nerke mit den Musikstücken war klasse. Der ruhige Pol war Manfred Sexauer, für mich immer ein Vergnügen Ihm zu zuhören. Natürlich war ich Fan der Plattenküche mit Frank Zander und von Olivia Pascal aus der Musiksendung Bananas. Das neue Konzept gefiel mir, Hauptsache chaotisch mit Witz und Humor. In diesem Sinne, schon etwas älter, habe ich später Formel Eins mit Stefanie Tücking verfolgt.

Dann kamen die privaten Sender und eine neue Welle von Musik und humorvollen Sendungen, die nicht immer ernst genommen werden wollten. Wer erinnert sich nicht gerne an „RTL Samstag Nacht“ mit Esther Schweins und Tanja Schumann oder war mit den miefenen „Doofen“ nicht einer Meinung? Bei „Darf ich sie zur Bheke titten“ schmunzele ich noch heute mit. Meine Samstage waren gerettet. Bei „Die Wochenshow“ mit Ingolf Lück, der als Herbert Görgens immer ins Fernsehen wollte und an Anke Engelke alias Rickys mit Ihrem Popsofa ? waren die Sendungen immer zu kurz. Die Titelmusik der jeweiligen Show’s erkennt jeder sofort, der sie gesehen hat. Machen wir einen Versuch und denken mal kurz an ………„Eine schreckliche Familie“.…… richtig „Love and Marriage“ von Frank Sinatra, herrlich gespielt von Al Bundy ( Ed O’Neill ). Ein Glanzstück für mich ist und bleibt „Tutti Frutti“ mit dem „Früchte Chin Chin Ballett“. Wer hat es nicht in jener Zeit mit gesummt oder die Melodie nach gepfiffen ? Wie waren noch mal die Regeln in dieser Rate- und Spieleshow ? dessen Sinn keiner verstand, bis auf den Moderator, liebevoll Hühnerhugo genannt und seine schöne Assistentin Monique.

                                                    meine Playliste in youtube unter Erdi GorchFock63 zu finden

 

 

 

Nun frage ich mich zum Schluß, wo sind diese Ablenkungen geblieben ? Alle weg bis auf DSDS, Supertalent, Dschungelcamp oder den jährlichen Songcontest de la Chanson? Es fehlt mir etwas in der Fernsehlandschaft. Was ist los mit den TV Sendern? Kommerz hin und oder her, zweifellos möchte jeder verdienen, nur glaube ich, wir brauchen mehr Unterhaltung in Form von Humor und Musik. Ein Benny Hill läßt grüßen………. Mit diesem „Jingle im Ohr“ verabschiede ich mich.

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Bis zun nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

ErdiGorchFock63