Darf Mann oder Frau heute gegen was sein und es kund tun ?


Willkommen in der ach so heilen Welt von Germania, hier ist alles Ordnung oder ? Jeder hat die Freiheit zu denken und zu glauben was er möchte. Würde sich hieran einer vergreifen, verstößt Er oder Sie gegen Grundrechte der eigenen Persönlichkeitsentfaltung, nachdem wir in Germania leben. Na gemerkt, hier finden wir in einem Satz alles wieder, was wir in einer Demokratie brauchen und schützen wollen. Der Punkt an der Sache ( der Casus knacksus ) und gleichzeitige Frage ist doch „Leben wir auch danach?“ Wie sicher sind wir im Umgang mit den Artikeln des Grundgesetzes ?, prüfen wir doch mal wie viel wir oder besser gesagt mein alter Ego Herr Glossi darüber wissen und danach handeln. Den für Ihn geltenWürde und Entfaltung meiner Persönlichkeit sind für alle gleich, ich habe die Freiheit zu Glauben und bekenne alles, soweit ich mich in Wort, Schrift oder Bild dazu äußere. Ehe meine Familie schaden davon trägt, meine besondere Aufsicht sollte Schule machen, dazu versammele ich mich ohne Anmeldung oder Erlaubnis fragend in Gruppen Gleichgesinnter, selten diskutiere ich über das Brief, Post und Fernmeldegeheimnis. – diese 10 Artikel, es sind gesetzlzliche Grundwerte, keine Prinzipien. Was macht er, wenn wir mit der Politik oder mit gemachten Freihandelsabkommen vom Staate nicht zu Frieden sind. Welche Möglichkeit „des Nein sagen“ hat Herr Glossi dann ?… oh wieder mittendrin…..Es war einmal…

Noch bevor Herr Glossi in sein heimeliges Zuhause eintreten konnte erwarte Ihn sein Sohn vor der Tür stehend: „Papa hast Du mal etwas Taxigeld für mich?“, wollte Fiete von seinem Erzeuger wissen, Ansatzlos fuhr sein Sohn fort: „Du weißt doch, daß wir nach dem Training noch ImHouse Pentry die Meisterschaft feiern wollen mit den anderen und dann verpasse ich den letzten Bus und kann nicht nach Hause kommen“. Der irrationale Verstand des Vaters setzte ein, seine messerscharfe Analyse zeigte Ihm, daß er gnadenlos über den Tisch gezogen werden sollte. Fast belustigend spielte er den strengen Vater, frei nach dem Motto ‚Du mich auch‘, freute er sich auf ein interessantes Gespräch mit seinen Sohn. Er wußte, daß er in den nächsten 10 Minuten um 20 Euro erleichtert werden sollte. Was würde Ihn dieses Gesamtpaket T axigeld, T raining I mhouse P entry kosten ? Mit einer väterlichen List versuchte Edwin das einzig richtige in dieser Situation, hier mußte ein Informationsdefizit aus seinem Sohn heraus geholt werden. „Welchen Spielraum habe ich ? und wenn ich schon 10 € in Deinen Spaß investiere, was fällt für mich dabei ab? In wie weit bist Du gewillt mir entgegen zu kommen? Lasse uns ehrlich und frei handeln, also was brauchst Du?“, mit dieser Antwort zog er seinen Sohn von der häuslichen Ausfahrt wieder in den Flur herein, dabei legte er seinen Mantel ab, begrüßte mit einer herzlichen Umarmung seine Frau Mona Lisa, die mit einem Augenzwinkern Edwin zu verstehen gab, es dem Haussprössling nicht all zu schwer zu machen. Der Sohn kannte diese Methode seines Vaters auf Zeit zu spielen, er mußte schnell handeln, sonst würde es wieder eine Endlosdiskussion geben. Fiete war ein Meister darin wenn es darum ging mit dem Vater zu handeln und ein gegenseitiges Abkommen des Vertrauens abzuschließen. „Also Papa“, weiter kam der Sohn nicht, denn geschickt stellte der alte Senior mit der Tatsache: „Sind die Schularbeiten fertig und um 22:00 Uhr bist Du wieder hier“, klar und deutlich seine elterliche Fürsorgepflicht an erster Stelle dar, somit auch einen immer wiederkehrenden Punkt, als standardisierende Elternregel auf, der nun unumstößlich im Küchenraum umher schwirrte. Unbeirrt kümmernd, verfolgte der junge Glossi, Weltmeister im „Ich lauf weg und komme bald wieder“, seinen Ausgehplan. „Papa ich bestelle mir nachher mit den anderen ein Sammeltaxi, dann spare ich Geld, bin so um 04:00 Uhr morgens wieder zu Hause, kontrolliere meine Schularbeiten am Sonntag nochmal und mache mit Dir eine Runde was Du willst oder fahre mit Dir zur Eisdiele am Sonntag, dann können wir etwas Freizeit verbringen und Minigolf spielen“.

Die Karten lagen nun offen auf dem Tisch, Edwin hatte alle Informationen die er brauchte, seine Augen wurden zur Sehschlitzen, ruhig schaute er zu Fiete rüber, hörte seine Mona Lisa aus dem Wohnzimmer kommend, die mit einer bejahenden Geste: „Minigolf, da komme ich mit“, einen Schlußstrich unter dieses Männergespräch setzte wollte und dabei Ihren Sohn sanft zur Tür manövrierte. Nun konnte Herr Glossi nicht anders, mit einem anerkennenden nicken wurde folgendes festgehalten: „Fiete, für 30 Euro kannst Du mit einem normalen Taxi nach Hause fahren, zeitunabhängig und pünktlich bist Du um 01:00 Uhr zu Hause, haben wir uns verstanden ? Fiete‘ s breites grinsen war Antwort genug… Der Sonntag morgen war um 02:00 Uhr für Fiete zu Ende, nach dem Erdbeereis um 10:00 Uhr ging die interne Minigolfmeisterschaft an Mona Lisa…

Abschließend möchte ich noch hinzu fügen, daß wir in Germania ein Recht haben unsere Meinung frei zu sagen. Der Weg vom Volksbegehren bis zum Volksentscheid ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört, durch aus machbar. Wenn genügend Unterschriften zusammen kommen, am Beispiel, wir unser Nein zu einem freien Handelsabkommen artikuliert haben und die gesammelten Unterschriften dem Bundestag vorliegen, müssen die gewählten Volksvertreter dem nach gehen. Es sollten alle rechtlichen Schritte gemacht werden, damit unser Bürgerbegehren erhört und umgesetzt wird. Machen wir uns Gedanken und schauen öfter mal auf Brüssel, helfen wir der Europäischen Union und zeigen mit klaren Aussagen und Volksentscheiden dem Europäischen Parlament was wir / die lebenden Bürger in Europa wollen…

Solange bis der nächste Teil kommt, etwas Spaß von meinem Kanal

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich eine schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Stell Dir vor es sind Wahlen und keiner geht hin…


Wahlen sind und bleiben die erste Pflicht als mündiger Bürger eines jeden Staates, wer nicht seinen Aller wertesten Hintern hoch bekommt, sollte nicht am Regime oder der gewählten Regierung meckern, wer nicht wählt ist hochgradig dumm, neigt zu Intoleranz in den eigenen vier Wänden, sollte für die nächsten 4 Jahre nicht seinen Mund aufmachen, sich über die Missstände im eigenen Land oder der falsch eingeschlagenen Richtungsstil der Politik und der jeweiligen Politiker beschweren. Was rege ich mich auf….oh wieder mittendrin…

Es war einmal der heutige Tag, in zwei Ländern von Germania stehen Wahlen an. Jeder germanische Mitbürger des jeweiligen Bundeslandes kann zur Wahl gehen und seine Partei, seinen politischen Vertreter wählen. Nur was machen die meisten frei lebenden Besserwisser, die alles kurz und klein reden können ? Sie gehen nicht zur Wahl. Hier zeichnet sich ein typisches Bild von Wahlverdrossenheit ab. Wir haben heute Abend noch lange genug Zeit die tatsächlichen Wahlergebnisse zu diskutieren, meinetwegen klären wir in epischer Breite das warum und wie konnte es nur geschehen ab und auch das schwarz oder rot nun wieder an der Macht sind und wieso haben die gelben und grünen, was weiß ich was es sonst noch für Parteifarben gibt, nicht die 5 Prozent Marke geschafft, aber vorher gehen wir alle erst mal wählen verstanden ! Wer Beispiele braucht, um wählen zu gehen, vielleicht eine Motivationschub benötigt, seine eigene Faulheit zu besiegen, bitte schön, dem kann ich mit mehren Hinweisen behilflich sein. Die anderen gehen hin und stimmen ab und dies alleine sollte Grund genug sein, sich auf zu rappeln um das Wahlbüro zu besuchen. Spannen wir einen kurzen Bogen und schauen uns in anderen Ländern um, mit einem kleinen Blick konzentrieren wir uns auf die jeweiligen Regierungsformen. Mit einfachen Fragen, beleuchten wir den Hintergrund, ob wir einen Feudalismus wollen oder eine Demokratie erleben, am besten noch mit dem inneren Zusatz rechtlich, so was wählen wir gerne oder ? Unser Wohlfühlgefühl wird uns bestimmt das richtige weisen, solange wir es noch können, hier wo wir die Rechtstaatlichkeit genießen und uns den Luxus der freien Wahlen leisten.

Wie das wir nochmal, als es vor 30 Jahren in Afrika, genauer gesagt, als es in Südafrika krieselte und wir mit der Apartheid nichts anfangen konnten ? Aber das Lied von Eddy Grant in den Charts konnten wir alle hoch und runter singen, obwohl wir vielleicht zuerst den Text nicht richtig verstanden haben. „Gib mir Hoffnung Jo’anna‘, wenn ich mich richtig erinnere, so hieß es. Jahre später wurde uns klar, was damit gemeint war. Die Leute da unten litten Jahrzehnte unter einem ausbeutenden System. Da war nichts mit einer Abwahl oder gehe mir weg damit, ich mag keinen Rassismus. Hier wurde erbittet gekämpft, bis es erträglich wurde für das Volk. Vielleicht sollte ich mich mehr an Germania halten? Eine klasse Idee, hier haben wir seit 1989 ein gemeinsames Germania. Also ist unser Land erst 26 Jahre alt ? und wir haben über Nacht 15 Bundesländer gehabt mit samt Bundespräsidenten, Kanzler und Ministern. Wer das glaubt sollte sich lieber fragen, warum er oder sie Steuern und Rentenbeiträge abführen und es nicht besser für jeden einzelnen ist auszuwandern, da es sich hier erübrigt, diesen politischen Leichthirnakrobaten klar zu machen warum wir im Grundgesetz ( wie lange besteht Germania schon ?) eine Präambel hatten und warum wir bis heute keinen Friedensvertrag haben. Wir sind das Volk, benehmen wir uns auch so und wählen….wir… ja was denn ? Hoffentlich ist den heutigen Jungwählern klar, das eine Landtagswahl ansteht und wir keinen Bundeschef bestimmen müssen. Also nehmt Euch Zeit und setzt die Kreuze richtig. Ich finde es immer unglaublich, daß der moderne Mensch immer noch keine Kreuze malen, zeichnen kann. Denkt an die Splitterparteien, die mit Ihrer Wählerschaft, immer bestens vorbereitet, sich in den Wahllokalen aufhalten und alles reklamieren, was nicht formgerecht vor der und in der Wahlkabine gemacht oder getan wurde. Also bitte den Wahlzettel richtig falten und in in die Wahlurne einwerfen. Am Beispiel von Bibi Bourelly Song ‚Ego‘ sollte sich jeder junge Smartphoneträger fragen, ob er sich der Bürde bewußt ist und warum er oder sie allein die Verantwortung dafür trägt, was in der Zukunft in Germania geschieht. Wie gesagt, es wechseln sich Rechte und Pflichten in einer Gemeinschaft ständig ab und das Wahlrecht gehört dazu. Ein „ I want give a fuck …“ ist leichter gesagt als 4 lange Jahre damit gelebt.

Erdi Gorch Fock Musik

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich eine schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Ein eigenes Zuhause, zwischen GEZ und wilder Ehe…


Wer konnte, durfte und wer nicht mochte blieb Stubenhocker und zog nicht vom heimischen Herd aus, so einfach war das und wie ist es heute? Es hat sich vieles in Germania seit den guten alten 60′ zigern des vorherigen Jahrhunderts verändert. Bratkartoffelverhältnisse sind legalisiert worden und vor der GEZ hat heute niemand mehr Angst. Eine sehr zähflüssige Entwicklung in unserer Gesellschaft, die in Millimeter Schritten gemacht wurde und von der heutigen Generation nicht mehr nach zu vollziehen ist. Meine Brüder und Schwestern haben sich alles zu Hause erkämpfen müßen. Die strengen gesetzlichen Grundlagen wurden kontra der Jugend ausgelegt. Die wenigen Möglichkeiten, die es für diese Halbstarken gab, bestanden aus Flucht von zu Hause, hinein in eine Heirat oder in einem festen Arbeitsplatz, am besten in einer anderen Stadt und weit weg von zu Hause. Mit einem kleinen Versuch, einem kleinen Einblick in unsere zusammen gewürfelten Familie, spinne ich einen kleinen Faden von damals bis heute …oh, wieder mittendrin…Es war einmal…
vor nicht allzu langer Zeit, meine Schwestern und Brüder waren schon alle aus dem Haus, als ich als Nesthäkchen alleine in Hamburg auf wuchs. Eine willkommene Abwechslung war es für mich, wenn Geburtstage oder Festtage an standen und meine Geschwister zu Besuch kamen. Dabei wurden viele kleinen Erinnerungen erzählt, was sich von den 60′ zigern bis Mitte der 70’ziger alles in Sachsen der Kindererziehung bei meinen Eltern abspielte. Eventuelle Fehler von meiner Mutter, meinem Vater wurden dabei kopfschüttelnd von meinen Eltern begleitet, denn so schlimm waren die ‚Alten‘ ja wirklich nicht. Es herrschte Zucht und Ordnung in Germania, ja auch bei uns zu Hause. Mein Vater gab den Ton an und alle in der Familie folgten, solange sie noch Ihre Füße unter dem elterlichen Küchentisch hatten. Auflehnung und Widerstand dagegen wurden von meinen Eltern im Keim erstickt, noch bevor es zu einem familiären Schaden kam oder es Ohrfeigen für uns Kinder regnete.
Mit Gründung einer eigenen Familie bei meinen Geschwistern war alles vergeben und vergessen, was meine Eltern getan und gemacht haben, jeder Familienangehörige freute sich auf ein gemeinsames Wiedersehen. Bei diesen Gelegenheiten ließ ich mir immer die Geschichten von meinen großen Schwestern erzählen, wie sie nur nachmittags ins Kino durften oder von meinen Brüdern, die nur Ausgang zu Tanzschule bekamen und um 20:00 Uhr wieder zu Hause sein mußten. Nach dem Essen bei uns, zur blauen Stunde, gipfelten die kleinen Episoden in mitgebrachten alten Fotos, die meine Schwestern im Minirock oder meine Brüder mit Bierflasche beim Zelten zeigten. Meine Eltern konnten Jahre später darüber schmunzeln. Mehr symbolisch wurde an solchen gemeinsamen Abenden in der Familie Strafen verhängt und wir Kinder wurden zum Geschirr spülen und abtrocknen verdonnert.
Ja mein Vater war streng zu uns Kindern. Bei mir wurden die Zügel kurz vor meinem 17′ ten Geburtstag gelockert, mitten in der Pubertät, bekam ich den Job bei der Post. Mit der Einverständniserklärung meines Vaters, bei der Deutschen Bundespost anfangen zu dürfen, lockerte sich allmählich diese aufgestellten Regelungen meiner Eltern, wie und wann ich zu Hause sein sollte. Die letzte Regelkröte meines Vater schluckte ich, denn sein auferlegtes Kostgeld von 200 D-Mark bezahlte ich gerne. Meine Freundinnen durften, solange die anderen Eltern Bescheid wußten bei uns übernachten. Vorher wurden aber alle weiblichen Gäste bei uns auf Herz und Nieren geprüft, meist peinlich für mich, da meine Mutter immer mit so Fragen kam, die eindeutig intim und zur Familienplanung gehörten, aber aus elterliche Sicht gestellt werden mußten. Ein Beispiel gefällig ? … ich belasse es mal mit dem Hinweis, daß Pillen auch morgens, mittags und abends gegessen werden können. Mein Vater nahm seine verantwortungsvolle Aufgabe ernst und spulte gern zu Abschreckung den alten Kuppelei – Paragraph herunter, ( § 180 des StGB, grobe Aufsichtsverletzung eines anvertrauten Kindes oder Mündel ), wenn auch das meine Herzdamen heile überstanden, konnten sie bei uns übernachteten.
Nun bin ich selbst Vater, ab und zu spiele ich aus Spaß die erzieherischen Regeln aus meiner grauen Vorzeit mit meinem Jungen durch. Spätestens beim gemeinsamen Essen fange ich doch an zu lachen, wenn mein Sohn seine Füße unter dem Tisch auf den gegenüber liegenden Stuhl legt und mich dabei ansieht. Hierbei merke ich, dass meine erzieherischen Methoden vollkommen gefurchtet haben. Heutzutage, so mein empfinden, habe ich und meine Frau alles richtig gemacht. Wenn das noch meine Eltern erleben würden, sie hätten an meinem Sohn Ihre helle Freude gehabt.

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich eine schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

John Glossi sucht einen Ferienjob…….


Germania im November 2015, bald in naher Zukunft, wird es hier keine Mittelschicht oder Handwerk mehr geben. Es ist natürlich nur mein mulmiges Gefühl ganz tief in mir drinnen, bei näherer Betrachtung nicht für mich erklärbar, denn obwohl viele Jugendliche sich geschickt bei der Stellensuche anstellen, klagen die meisten Unternehmen über Nachwuchsprobleme, nur weil viele Betriebe nicht bereit sind Ihre hohen Einstellungsanforderungen an den eventuellen Bewerber zurück zu schrauben. Muß das so sein ? Selbst ich mit meiner langen Berufserfahrung würde heute keine Ausbildungsstelle mehr finden. Dabei fehlt es hier an Bäckern, Fleischern und Bauern, Verkäufern…… Warum ist das so ? Machen wir einen Test, hören und sehen wir uns die Probleme unserer Jugendlichen an. Ganz egal, ob wir im nördlichen oder südlichen Teil der Hemisphäre leben, so zwischen Rhein und Elbe, das Beschäftigungsproblem besteht nicht erst seit gestern. Oh, wieder mittendrin………es war einmal…..

ein Freitag vor den Herbstferien, die Schüler und Schülerinnen des Regina Gymnasiums freuten sich auf Ihre wohlverdienten Freizeit. John Glossi und seine Freunde hatten endlich wieder Gelegenheit etwas gemeinsam zu unternehmen. Da alle immer zu wenig Taschengeld hatten, waren sie gemeinsam auf der Suche nach einem lukrativen Aushilfsjob. Gemeinsam zogen Sie durch die Stadt und überlegten, was viel Geld einbringen würde. Es könnte also nur eine Frage von Stunden sein, bis sie Ihre Taschen mit harter Währung füllen könnten, so der Gedanke. Mit sauberen Sachen, zeitgemäß flott angezogen, wurden die erste Bekleidungshäuser aufgesucht. Die Frage nach einem Aushilfs- oder Ferienjob wurde in einem negativ beschieden, im zweiten Kaufhaus wollte der dafür verantwortliche Angestellte eine schriftliche Bewerbung haben, mit Profilbild und Lebenslauf. Damit hatten unsere Freunde nicht gerechnet. Der Weg zum ersten Geld, war doch mühseliger als erhofft.
Am nächsten Tag wurde das Internet nach ‚richtigen Bewerbungsunterlagen‘ durch gepflügt…….

– Wer Kinder hat, wird sich daran erinnern, wie leicht es früher war ( vor 1980 ) einen Praktikumsplatz oder einen Aushilfsposten zu ergattern oder? Ob Gesamt- Haupt- oder Realschule, im Laufe der Jahre hat sich vieles geändert. In meiner Generation reichte es aus, mal alles ab zu klappern. Am Fischmarkt habe ich ausgeholfen, Kisten geschleppt, Zeitungen ausgefahren, schnell mal beim Nachbarn tapeziert, Rasen gemäht, Die damaligen Anforderungen an mich waren leicht zu erfüllen, ein sauberes Hemd, Hose haben damals ausgereicht und schon konnte ich loslegen, sprich Geld verdienen. Nur heute wollen die meisten Firmen eine richtige Bewerbungsmappe, das nenne ich eine vollkommene überzogene Forderung an junge Berufsanfänger, die hier an diesem Beispiel noch zu Schule gehen. Eltern sollten auch nicht den Fehler machen und die Verantwortung auf die verschieden Schulsysteme abwälzen. Wie war das nochmal mit dem Zitat: „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“ oder war es eher „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ / frei nach Lucius Annaeus Seneca, römischer Philosoph. Der springende Punkt, Eltern können Kindern Hilfestellungen geben, müssen es aber auch zu lassen, daß hier eigene Erfahrungen gesammelt werden, negative gehören dazu. Zugeben wer schon mal seinen Kindern von seinem eigenen Arbeitstag erzählt hat, wird nicht unbedingt neutral bleiben, läßt die Zukunft da draußen nicht rosarot erscheinen. Aber genau diese Wahrheit verstehen die Jugendlichen. Obwohl wir als Eltern ab einen gewissen Punkt, der Pubertät sei Dank, alle blöd sind, vertrauen uns die meisten Kinder Ihre Sorgen an, wir müssen nur zuhören und auch wenn es schwer fällt los lassen, wenn die ‚Kleinen‘ flügge werden…..wo war ich….. eins noch in Richtung Arbeitgeber, wer nicht in der Lage ist, Ausbildungsplätze zu schaffen, schadet der gesamten Gesellschaft, wer Subventionen vom Staat annimmt, trägt Mitverantwortung und sollte Lehrstellen anbieten, die nicht erst, wie in den letzten 20 Jahren, vertraglich erstritten werden müssen, genauso halte ich es mit den Unworten Ausbildungsquote oder freiwilliges Berufsbildungsjahr, wenn ausgebildet wird und der Auszubildende keine Chance auf Übernahme im Betrieb hat. Beim Thema Mindestlohn bekomme ich eine Krawatte, das ist aber eine andere Geschichte –

….. nun wurden Zeugnisse vielfach kopiert, mit Fotos versehen und die zweite Runde konnte gestartet werden. Die Eltern staunten nicht schlecht, als die eingeschworene Freunde geradlinig Ihren Plan verfolgten. Es hagelte Absagen vom Getränkehandel, Tankstellen. Es wurde aber nicht aufgegeben und hier fühle ich mich ( äh natürlich Herr Edgar Glossi ) sich gebauchpinselt. Auf einmal saßen wir alle im gleichen Boot, Eltern und Kinder zogen an einem Strang. Es wurde sich umgehört, meistens scheiterte es aber am erforderlichen Alter. Selbst bei den Kaufhäusern, die sich auf Elektronik und Spielkonsolen spezialisiert haben, sprang kein Ferienjob heraus. Dafür wurden die Bewerbungsunterlagen wieder zurück geschickt, das macht auch nicht jeder Arbeitgeber. Am Ende der Herbstferien angelangt, hatten unsere Kinder über Arbeitssuche viel gelernt und was noch wichtiger ist, zu keiner Zeit den Mut verloren, immer weiter gesucht. John Glossi und seine Freunde werden Ihren Weg machen, da ist sich Edgar und die anderen Eltern sicher, denn am letzten Samstag gingen John und seine Freunde ins Kino, nicht nur um einen Film zu sehen, es wurde auch nach einer Aushilfsmöglichkeit nachgefragt.

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Bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock

Im ständigen Wechsel ist der Staatsdiener auf der Strecke geblieben, weg rationalisiert, weg privatisiert und was nun ?


Im Arbeitsleben sollen die Arbeitnehmer flexibel sein. Früher hätte ein Unternehmer gesagt: „Der richtige Mann oder die Frau an dem richtigen Ort und Stelle und es läuft“. Diesmal möchte ich einen kleinen Einblick in den irrsinnigen Wandel von ehemals staatlichen Behörden auf den langen Weg in die Privatisierung geben. Wer glaubt, daß ich nicht richtig liege, der kann seine eigenen Recherchen machen und es selbst heraus finden, wie sich die Zeit in den gemütlichen Amtsstuben geändert hat. Fort von der Bürokratie mit Arbeitern, Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst stehend, die jeden Tag Ihre Aufgaben zum Wohl der Gemeinschaft machen, Ihre Aufgaben erledigen, jeden Wechsel und Kahlschlag von Standorten hin nehmen, ohne richtig zu murren und hinein in die Aktiengesellschaften und GmbH’s. „Willkommen im Konzern“…… Fangen wir an mit ……………. Es war einmal……

in dem Land Germania, da gab es Behörden wo alles seine Ordnung hatte. Wer für den Staat Germania arbeitete, hatte Glück, ganz egal in welcher Gemeinde, Kreis, Stadt, Arbeitsamt, Post, Krankenhaus u.s.w. er oder sie beschäftigt waren. Viele Generationen von Familien und Gleichgesinnten waren stolz darauf ein Teil vom großen und ganzen zu sein. Für jeden willigen Arbeitnehmer war ein Arbeitsplatz „im Amt“ vorhanden. Seit Jahrhunderten galt Germania als fleißig und korrekt. Manchmal wurden in den Regierungsformen, Ministerien und Ämtern Fehler gemacht, was es zu Kaisers Zeiten nicht gegeben hat, wurde politisch gesehen in den letzten Jahren angepasst, wurde vom Staat korrigiert und diente zum Wohle der allgemeinen Öffentlichkeit. Es gab und gibt das Beamtentum, ein Abbild von Organen, im Aufbau übertragbar auf Polizei- und Finanzebenen …….eben die die Gruppe der Berufsbeamten.

Einen Teil dieses Systems den ich in West Germania kennen lernen durfte, so ab 1980, wird von mir leicht skizziert. Ein fast vergessender Rückblick, wie es einmal war.

Geradlinig strukturiert von der oberen Ebene des Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen, mittlere Ebene mit den Oberpostdirektionen ( Landespostdirektion Berlin ) bis zu den einfachen Ebenen der Fernmeldeämter wurden alle Einnahmen von den Fernsprechteilnehmern und Fernsprecheinrichtungen in die Staatshaushaltskasse abgeführt. Alles was verdient wurde (zu diesem Zeitpunkt sprechen wir von 23 Pfennig pro Einheit bei einem häuslichen Fernsprechanschluß) konnte von Bürger eingesehen und nach voll zogen werden, geregelt im Tarifvertrag für Arbeiter, Bundesangestelltentarifvertrag, in Bundesbesoldungstabellen fein säuberlich gestaffelt in A,B,C,D für Beamte. Wir sehen hier ganz klar, es wird zum Wohle der Allgemeinheit gearbeitet und bezahlt.

Den kleinen Unterschied zwischen selbst erhaltend verdient, erwirtschaftet und von Steuern bezahlt erspare ich mir hier mit der Aussage: „ Nein wir werden und wurden nicht von Steuergeldern bezahlt “, sondern aus dem Sondervermögen des Bundes, – für interessierte Leser empfehle ich einen Blick in Art.143b GG – Umwandlung des Sondervermögens Deutsche Bundespost –

Mit dieser fest eingefahren Form der Verteilung von finanziellen Mitteln läßt sich kein Geld verdienen. Bis eines Tages in Bonn, nach unzähligen Sitzungen der entscheidende Entschluß zur Privatisierung gefällt wurde. Ein Anfang vom Ende? wer weiß. Es mußten Gesetze, Orte und Beschäftigte bewegt werden. Ein langer Weg, bis es zu den durchgebrachten Postreformen (nicht zu vergessen im gleichen Zusammenhang die Umstrukturierung bei der Deutschen Bundesbahn) kam und es eine Auflockerung des lähmenden Behördenkonstrukt gab.

Nach der Auflösung der alten Behörden – 1985 bis 1994 – und Einarbeitung ( was passierte am 09.11.1989 in Germania ?) von 5 neuen Bundesändern wurden die Aktiengesellschaften, Deutsche Post, Deutsche Telekom und Deutsche Postbank ins Leben gerufen, die Geburtsstunde der Postnachfolgeunternehmen. Der alte Behördenapparat wurde geschlossen und es entstanden Niederlassungen an vielen Standorten in Bundesgermania. Aus Beschäftigten wurden Mitarbeiter. Im Jahre 1995 hatte der rosa Riese als alleiniger Aktionär nur den Bund gehabt. Ab dem 16. Mai 1995 konnte sich dann diese Volksaktie an der Börse Jedermann kaufen. Die Aktiengesellschaft machte Profit, nicht der Mitarbeiter des Unternehmens, da er am Gewinn nicht beteiligt war. Die höheren Dienstbesoldungsstufen verschwanden allmählich, hier wurden außer tarifliche Verdienststufen entwickelt. Arbeiter und Angestellte wurden zusammen gelegt und bekamen jetzt einen Tarifvertrag. Die einfache Besoldungsstufe gab es nicht mehr, es blieben die B (mittlerer Dienst) und C (gehobener Dienst) Besoldungsstufen übrig. Adieu Bundespostministerium und Oberposttrala, ich bin nun in einer Serviceniederlassung beschäftigt und wir sind flächendeckend in ganz Germania zu finden. Es wurden keine Beamten mehr eingestellt. Wozu auch, wir haben genug alte Relikte im Unternehmen herum laufen. Es herrschte Goldgräberstimmung ala „Eine germanische Karriere“ von Lee Iacocca in der neuen Townhall City.

Das nur in einer Aktiengesellschaft verdient werden konnte, konnte ja nicht lange gut gehen. Mit einem: „ Wir müssen die Mitarbeiter ins Boot holen“ gab der Konzernvorstand den Tarifangestellten was vom Kuchen ab. – Halt nicht so schnell – erst mußten intern die vielen kleinen Standorte in Germania zusammen gelegt werden. Dies geschah ohne viel Tamtam ab dem Jahre 1996 bis 1997. Alle Beschäftigten konnten oder wollten diesem Schritt nicht mit machen. Hier merkte der ‚Rosa Riese Konzern‘, daß so eine zähe Personalmasse nur mit der Peitsche und sozial verträglichen Abbaumaßnahmen zu bewegen ist. Von 2002- 2005 wurde hierfür die neu geschaffene Personal Agentur / Vivento aus dem Boden gestampft. Ein Arbeitsplatz vernichtendes Arbeitgeber Instrument war geschaffen. Umbau und Zentralisierung der Mitarbeiter, Verteilung auf andere Ämter waren die Folge. Ein Teil der Mitarbeiter konnte seinem Unternehmen nicht mehr folgen und umziehen, sie nahmen eine Abfindung und gingen. Als Zuckerbrot für die übrig geblieben wurde die 34 Stunden Arbeitswoche (bei gleichzeitigem Wegfall der Sonderzahlungen, besser bekannt als Urlaubs- und Weihnachtsgeld) und die variablen Verdienstmöglichkeiten eingeführt. In den nächsten darauf folgenden Tarifverhandlungen und nicht frei wählbar, wurde erst mal das Gehalt künstlich gedrückt, mit dem Versprechen, daß der eingebüßte Lohn von einer „15 prozentige Variablen“ am Jahresende mit Gewinn mehr als nur 100 Prozent vom ursprünglichen Gehalt liegen würde. Solange die Zielerreichungen erfüllt werden, könnten alle Mitarbeiter gute Euros verdienen und in Ihrem Rucksack nach Hause tragen. Der eingefleischte Beamter der seinen aktiven Beamtenstatus ruhen lässt und einen Angestelltenvertrag unterzeichnet, freut sich seitdem am Ende jeder Jahresperiode auf seine Zielerreichung, sprich mehr Geld im Portmonee. Nun konnte sich der neu gewonnene angestellte Konzerndiener ungebunden fühlen, war er doch wieder ein freier Mitarbeiter. Diese vom Konzern erzeugte Stimmungsdelta unter passiven und aktiven Beamten, verfehlte nicht Ihre Wirkung, da die treuen alten aktiven Staatsdiener weiterhin nach Besoldungstabelle entlohnt wurden. Zur besseren Mitarbeiterauslastung wurde ganz leise die 38 Stunden Arbeitswoche wieder eingeführt. Natürlich ohne Implementierung der alten Sonderzahlungen von früher, – näheres hierzu im Postpersonalrechtsgesetz und in der Telekom – Sonderzahlungsverordnung – mit Blick auf das Jahr 2010 wurden jetzt vom Magenta schimmernden Unternehmen Kunden-, Service-, Technik GmbH gegründet. Nun wurden die Mitarbeiter wieder in die Fläche geschickt. Seitdem sind wir innovativ germania weit an 200 Standorten für den Kunden da. Wie lange noch?

Als kleiner Untermalung von meinen youtube Kanal hierzu

Wie wird es 2015 weitergehen mit den letzten aktiven Bundesbeamten im mittleren Dienst in der Welt wo nur noch Gewinn und Profit zählt? ich bin mir sicher, daß Umbau- und Organisationsmaßnahmen mich auch dieses Jahr verfolgen werden. Getreu dem Zitat: „Nicht ist so beständig wie der Wandel“- Heraklit von Ephesus, sehe ich mich als modernen Nomaden, der fern einer Logik unbeirrt jeden Tag seinen aktiven Beamtenstatus zur Arbeit trägt und seinen imaginären Dienstherrn zeigt: „ He schau mal ich bin da, wer noch ?“

Bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Sonntag. Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi Gorch Fock