Warum brauchen wir Feier- und Brauchtumstage noch ???

Im Laufe der Jahre, vielleicht liege ich falsch, werden es immer weniger Tage, wo Menschen feiern, sich besuchen, gemeinsam Zeit für sich nehmen. Dabei sind diese Tage wichtig für uns alle, um sich zu entspannen, mal aus zu ruhen, sich zu besinnen, im Kreise von Freunden und Familie.

Firmen und Betriebe würden in unserer schnelllebigen Zeit am liebsten alle Feiertage und gesetzlichen Brauchtumstage für Arbeitnehmer streichen. Kostet so ein Tag unternehmerisch viel Geld, da hier nichts produktives geleistet wird. Meiner Meinung nach, ist dieses reduzieren von freien Tagen wieder ein Schritt in die falsche Richtung und sehr Arbeitnehmer feindlich, denn jedes Unternehmen trägt Verantwortung für seine Mitarbeiter, ein Punkt der sich nicht in Zahlen, Fakten, Daten wider spiegeln lässt. Am Beispiel von Deutschland wurden hier alle Feiertage und Brauchtumstage reduziert. Der Buß- und Bettag ist weg, ( in einem Bundesland ist dieser Buß- und Bettag zur Zeit noch gesetzlich vorhanden, wie, warum, ist eine interessante sächsische Geschichte und muß anders betrachtet werden ), der 17. Juni wurde gestrichen. Der Tag der gesamt deutschen Einheit wurde politisch korrekt? auf den 03. Oktober gelegt. Dadurch wurde auf den 7. Oktober verzichtet ( wer sich nicht darin erinnert, bis 1989 ein historischer Tag in einigen Teilen von Deutschland, bis die Grenze gefallen ist. ) Rechnen wir schnell zusammen. 3 – 1 = zwei Tage mehr Arbeit für jeden.

Die Auswirkungen dieser Ersparnis ? spüren die „kleinen Leute“ auf der Straße. Mit dem Schein der Selbstverständnis (andere Länder haben nicht so viele freie Tage, Deutschland geht es gut, einstimmiger Kanon von Politik und Wirtschaft damals) wurden diese frei gewordenen Feiertage in Tarifverträgen nach 1995 nicht als zusätzliche Arbeitstage aufgenommen und nicht als Mehrarbeit dokumentiert. Unglaubliche Behauptung von mir ? dann schaut mal in Eure Tarif- und Arbeitsverträge ab 1995 nach, voraus gesetzt, daß das eigene Beschäftigungsverhältnis vor 1994 beim selben Arbeitgeber bestand. Würde diese Mehrarbeit als Zuschlag von zwei weiteren Arbeitstagen anerkannt und in die bestehenden alten Arbeitsverträgen aufgenommen werden, würde es mehr Lohn für den Arbeitnehmer geben, natürlich prozentual gesehen, Beitragszahlungen in die Rentenkasse fließen, dann hätten alle was von dieser Regelung.

Nur als kleiner Überschlag, von 1995 bis 2014 sind es 19 Jahre mal 2 Tage nicht bezahlte Arbeitsleistung von Arbeitgeber, macht zusammen 38 Tage betrieblicher Gewinn;

He, das sind ja Monatsgehälter und Versicherungszeiten, die mir am Ende bei meiner Rente fehlen. Richtig gedacht ? Die entstandene Pflegeversicherung, die ab 1995 eingeführt wurde, zum Wohle aller Deutschen, hätte auch anders finanziert werden können. Da fallen mir spontan unsere ganzen Subventionen für Arbeitgeber ein, die nicht so groß zügig ausfallen brauchen, bei 10 % Einsparung dieser Maßnahmen, wäre schon alles gedeckelt oder? Der Arbeitnehmer braucht diese freien Tage (wenn ich diesen nutzbringenden Tag, als Brauch, bezeichne und als freien Arbeitstag deklariere)

In einem Staat der Dichter und Denker, lasst uns als erstes voran gehen und diesen neuen Tag gesetzlich verankern. Als Vorschlag hätte ich einen neuen Feiertag für Deutschland. Warum feiern wir nicht Halloween, ein waschechter Brauchtumstag, der in vielen Ländern, vor dem 1. November eines jeden Jahres gefeiert wird und im Moment noch in keimen Land gesetzlich als Feiertag eingeschrieben ist. Dieser Tag ist keine Erfindung der Amerikaner. Um es kurz zu skizzieren, der Halloween Brauch, der Halloween Tag / die Halloween Nacht u.s.w. ist ein gemeinsames Fest, der seinen Ursprung aus dem keltischen Samhain hat, ein gemeinschaftliches Zusammensein von jung und alt. Er wurde von den Römern übernommen, nicht ohne Hintergedanken und später mit irischen Erzählungen a la Jack O’Lantern in ferne Länder gebracht. Vor rund tausend Jahren kam aus aus dem europäischen Raum noch „Gabe oder Streich oder Süßes oder Saures“ hinzu. Es gibt viele Geschichten um den gelebten Halloween Brauch, die für mich alle mit Nächstenliebe in Verbindung gebracht werden.

Geld ist nicht alles und für die Zufriedenheit aller, brauchen wir so einen freien Tag, dieser Feiertag sollte gesetzlich eingeführt werden oder nicht ? In diesem Sinne und bis zum nächsten Mal, wünsche ich einen schönen Tag.

Es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW

Erdi GorchFock63

Der Niederrheiner kann alles erklären…….

Nun nach all den Jahren am Niederrhein lebend, versuche ich einen kleinen Einblick in meine neue Heimat zu geben. Natürlich mit einem lächelnden Gesicht, denn wie hat schon Hans Hüsch in seinen Geschichten, diese lieben Leute treffend beschrieben: „der Niederrheiner weiß nichts, kann aber alles erklären“ Von mir lege ich ein paar Beispiele dazu.

Wo liegt der Niederrhein ? Als Vorgeschmack werde ich auf typische Weise und nach niederrheinischer Art es so definieren. „So ganz einfach ist es nicht geografisch zu beschreiben, da diese räumlichen Grenzen fließend sind“. Alles klar, nein. Dann ein zweiter Versuch.Wer es genau wissen will und es vom Wasser aus betrachtet, der Niederrhein fängt kurz hinter Düsseldorf an und mündet am Ende in die Nordsee“. Ihr merkt schon, es klappt nicht, nur noch soviel und dann weiter mit der heutigen Kurzgeschichte. „Weitere Grenzen sind von der Natur aus mit der Ems, der Lippe und der Aa gegeben“. Gerne bezeichnen die Anrheiner diese unerkennbaren Grauzonen auch als „Gönne Kant“.

Nun nach 20 Jahren ist es mir endlich gelungen dieses Sprachgemisch aus unserem vertrauten Hamburger Plattdeutsch und stark eingefärbtem Holländisch mit einem leichten Hang ins Ruhrgebiets deutsch bei zu kommen. Ganz klar und unvergleichlich lebt hier jeder an der anderen Seite des Flusses und in einer Gemeinde, die nur für Ihn als die Perle vom Rhein beschrieben wird. Es ist zwecklos weiter danach zu fragen und sollte vom außen stehenden Personen mit einem wohlwollenden „Nickköppen“ behandelt beachtet werden.

Für mich ist es immer wieder schön auf richtige Niederrheiner zu treffen, die mit Ihren Wesen immer wissen wollen „Wo man herkommt“ um im gleichen Moment fest zu stellen, daß sie nicht wissen „woher das ist“ Nehmen wir mal an, dass ich aus Duisburg komme, so würde mich an dieser Stelle ein „Ja, nee, ist klar“ verraten und der Ortsansässige könnte mich in die Schublade „Gönne Kant“ einordnen. Machen wir es dem Einheimischen leichter und sagen gleich Meiderich ist er zufrieden und freut sich. Wir sind für Ihn „von hier“. So einfach ist das.

Etwas schwieriger wird es im Arbeitsumfeld, wenn nicht Eingeweihte dieser Sprache mit anderen zusammen arbeiten. Da sind für uns Hamburger Konflikte vorprogrammiert. Am Anfang auf meiner Arbeitsstelle kam hier jeder mit seinem „Vize“ zur Arbeit. Ich dachte immer: „Was ist das komisch, hier kommt jeder mit seinem Vorarbeiter an“ Langsam begriff ich, das mit „viezen“ Rad fahren gemeint war. Diese hart durch dachten Sätze finden im: „mach mal das Fenster los“, anstatt es zu öffnen, eine gelungene Fortsetzung die jeden Hamburger zum schmunzeln bringt.

Ja am Anfang ist es schwer, hier Fuß zu fassen und zu verstehen. Es ist eine andere Kultur, die nicht von Flut und Ebbe bestimmt wird. Hier heißt es „los“ gehen oder man ist „auf“ irgendwas, wenn wir an ein berühmtes Fußballstadion denken und hier geht fast jeder abends „nach Bett“.

Beim kennen lernen und Kontakte knüpfen, ist es immer wieder schwer ein „Wo kommste her?“ zu definieren. Ein sehr wichtiger Punkt für die Einwohner hier, da mit diesen Angaben die heimliche Neugier gestillt wird. Eine etwas gewöhnungsbedürftige und gleichzeitig liebenswerte Art. Dieses Verhalten änderte sich schlagartig, als ich in die Stadt meiner Arbeitsstelle zog. Nun konnte ich erzählen, wo ich her kam. „Nun gehöre ich dazu“, dachte ich. Weit gefehlt, denn die Niederrheiner machen nun die Schublade wieder auf um Dich in eine neue zu stecken, die ich mit: „Wo biste geboren“ beschreiben möchte. Ihr merkt an dieser Stelle, ein waschechter Niederrheiner ist an und für sich nicht neugierig, er möchte nur alles wissen.

Nun als ein Zu-gereister und nicht „von hier“ geborene Person wurde ich liebevoll als „……. linski“ bezeichnet. Ein Zustand der am Anfang schwer zu verstehen war, hatte er doch nicht diesen warmen und herzlichen Klang, mit dem was wir Norddeutschen unter „Quitscher“ verstehen. Nachdem ich mich nun eingelebt habe und von meiner Frau „geheiratet wurde“ , änderte sich auch meine Klassifizierung eines „……linski“ in einen „…….ler“. Darauf kann ich schon etwas Stolz sein oder? Als letztes kommt ein „…….laner“ nach dem Stadtnamen hinzu. Dazu müßte meine Familie so ungefähr 200 Jahre aus einem niederrheinischen Gebiet kommen und „hier“ gelebt haben. Das packe ich auch noch………………..

Nun hoffe ich, daß Ihr den Niederrheiner etwas besser kennen gelernt habt. Wer Platt snacken kann, kommt hier gut zurecht und findet am Niederrheiner gefallen. Als kleiner Tipp, bei einem Abstecher in diese schöne Region sollte jeder mal Endivien Salat oder frische Pufferkes probieren.

Bis zum nächsten Mal, es grüßt ein Exil lebender Hamburger in NRW.

Wer wird Fußballweltmeister 2014 ? Lange Nächte, Vorfreude auf die Fußball WM 2018 in Rußland.

Nun gehen 4 Wochen Fußball vorbei. Fazit, es waren lange Nächte. Für mich, einem Mann in besten Jahren, gar nicht so einfach alle Spiele zu verfolgen. Der Zeitunterschied forderte immer wieder seinen Tribut, im Geiste dabei und immer wieder bei den spannenden Momenten der jeweiligen Vorrunden Spiele weg dösend, fiel es mir schwer am Ball zu bleiben. In der ersten Woche, mitten in der Nacht, ein absolutes „muß“ für mich, das Spiel Elfenbeinküste – Japan. Am Niederrhein wurde es um 03.00 Uhr ausgetragen. Hauptsache, ich war dabei ! Am folgenden Abend schlug der Sandmann unbarmherzig zu. Hier zeigte es sich, daß die guten Jahre von mir schon einige Zeit her waren. Trotzend, fast siechend sammelte ich alle meine verbliebenen Kräfte in mir und gut gerüstet mit einer Kanne Kaffee wurde vor dem Fernseher meiner Mannschaft die Daumen gedrückt. Deutschland kam gegen meinen Geheimfavoriten Portugal nicht richtig in die Gänge. Mit dem 1:0 für unserer Mannschaft, hatte ich mein Lachen wieder gefunden und verschlummerte bis zum frühen Morgen, die wichtigen anderen Vorrunden Spiele. In der zweiten Woche hatte sich mein alter Körper auf die nächtlichen Zeiten eingestellt. So erlebte ich ein super Spiel von Honduras – Ecuador. Mein neuer Favorit Costa Rica verlor gegen Italien. Deutschland konzentrierte sich auf Ghana, so langsam wurde von mir gerechnet, wer in die Achtelfinale kommen könnte. Die dritte Woche kam es zum Spiel unter Freunden? Nein, die USA hatten es uns nicht leicht gemacht, Deutschland erreichte die nächste Runde.
Die südamerikanischen Mannschaften waren stark vertreten. Brasilien, Uruguay und mein neuer Liebling Kolumbien umkreisend schmeichelnd meine Erwartungen von tollen Spielen. Italien, England, Portugal hatten es nicht geschafft. Die europäischen Mannschaften kamen mit dem südamerikanischen Wetter nicht zurecht und ohne die zusätzlichen Trinkpausen während der Spiele, bei über 32 Grad Celsius, hätten viele gleich in der ersten Woche nach Hause fahren können. In dieser dritten Woche der WM hatten es Frankreich und Belgien nicht leicht. Es folgte Frankreich gegen Deutschland, ein kleiner Höhepunkt für mich. Das Spiel der Spiele und der Einzug ins Halbfinale standen an. Nach einen 1:0 für uns, stand der Gastgeber Brasilien auf dem Programm. Ich wundere mich immer noch oder habe ich das nur geträumt? So ein 1:7 für uns wird es wohl nicht mehr so schnell geben. Brasilien spielte zu verkrampft und wir durften ins Finale ziehen. Argentinien hatte im Elfmeter schießen mehr Glück als die Niederlande. Das kleine Finale gewannen die Niederlande gegen Brasilien. So und nun stehen wir heute Abend vor der großen Frage: Wer wird Weltmeister ?
Lassen wir diese Frage mal offen stehen. Ich habe bis hier hin eine schöne Weltmeistermeisterschaft erlebt. Meine Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Rußland ist jetzt schon geweckt und natürlich damit verbunden, wann finden die nächsten Spiele statt ? Hoffentlich etwas früher, bitte nicht w i e d e r Spiele in der Nacht. Als ein echter Fan, werde ich mich jetzt schon darauf vorbereiten. Ich sage Danke Brasilien, es war schön und Hallo Rußland „ Wir kommen“
http://www.youtube.com/watch?v=hshKoKB2svI